Bei manchen Steigungen ist voller Einsatz gefordert. Foto: factum/Archiv

Am Sonntag, 22. Juli, heißt es wieder: Vorhang auf für die Tour de Natur mit zwei unterschiedlich langen Strecken von 22 und 33 Kilometern Länge.

Leonberg - Die traditionelle Tour de Natur, die das Leo-Center und die Leonberger Kreiszeitung gemeinsam austragen, ist auch in diesem Jahr der Höhepunkt des Stadtradelns. Am Sonntag, 22. Juli startet bereits die 22. Auflage dieser Veranstaltung, die den Teilnehmern auf zwei unterschiedlich langen Strecken die Schönheit der Natur rund um Leonberg präsentiert. Wer auf einer der beiden idyllischen Radtouren dabei sein möchte, findet sich zwischen 10 Uhr und 12.30 Uhr am Leo-Center ein. Während der ersten Kilometer sind beide Routen identisch.

Es geht zunächst die Ostertagstraße entlang, die Teilnehmer biegen in die Ganghofer Straße/Wilhelmstraße ab und fahren bis zur Poststraße. Dann führt der Weg links ab, an der Eltinger Michaelskirche vorbei, über die Kirchbachstraße zur Niederhofenstraße. Am Ende der Niederhofenstraße geht es kurz nach links in die Renninger Straße und dann sofort wieder nach rechts auf den Landwirtschaftsweg (Radweg). Die Radler bleiben auf diesem Weg und fahren nördlich der Autobahn bis zum Weimerhof. Dort geht es links auf die Wasserbachstraße. Am Ende der Straße biegen die Tour-de-Natur-Radler links ab und fahren weiter Richtung Renningen. Kurz vor dem Ortsbeginn (oben am Berg) führt die Strecke an der Pferdekoppel nach links und nach 50 Metern wieder rechts. Es geht bergab und unten angekommen, überqueren die Teilnehmer die Leonberger Straße und erreichen den ersten Kontrollpunkt. An dieser Stelle trennen sich die beiden Strecken.

Die große Tour ist ungefähr 33 Kilometer lang. Sie verläuft ab dem ersten Kontrollpunkt weiter südlich Richtung Magstadt: Bei VW-Steegmüller biegt die Tour links in das Wohngebiet ab und führt weiter über Wiesen am Ortsrand Richtung Süden auf die Neue Stuttgarter Straße. Am Autohaus Bebion geht es rechts ab, die Strecke führt dann über das Untere und Obere Hölzertal und durch die Unterführung der Neuen Stuttgarter Straße bis zum Hölzer See.

Die Teilnehmer fahren an der Fischerhütte vorbei, nach ungefähr 300 Metern rechts und weiter bis an die Autobahn (steiler Streckenabschnitt). Vor der Autobahn biegen die Hobbyradler nach links auf die Warmbronner Straße ab und nach circa 20 Metern sofort wieder rechts in den Wald. An der folgenden Kreuzung geht es links ab und die Radler erreichen nach ungefähr 2,5 Kilometern den zweiten Kontrollpunkt. Von hier führt die Route weiter Richtung Norden bis zum Jägerhäusle. Die kleine Tour, die etwa 22 Kilometer lang ist, geht nach dem ersten Kontrollpunkt weiter Richtung Osten nach Warmbronn, über den Maisgraben bis zum Warmbronner See und von dort hoch zum Jägerhäusle. Ab dem Jägerhäusle sind die Touren identisch bis zum Ziel (siehe oben).

Von hier aus führt die Strecke Richtung Feinau, dann rechts entlang der Autobahn, unter der Brücke hindurch und rechts über die Glems. Anschließend weiter auf der ehemaligen Bundesstraße  295 (Glemseckstraße). Bei Lidl/Esso überqueren die Tour-de-Natur-Radler die Straße und fahren über die alte Autobahntrasse zur Breslauer Straße, nehmen dort die Unterführung und fahren über den Stadtpark zurück zum Leo-Center.

Am Ziel angekommen, erwartet die Teilnehmer eine zünftige Hocketse, bei der die Radel-Strapazen schnell wieder vergessen sind. Untermalt wird das Ganze mit fetziger Live-Musik. Für die kleinen Gäste steht ein Spiel-Mobil bereit und lässt bei ihnen keine Langeweile aufkommen. Zwischen 15 und 16 Uhr bekommen jene drei Radfahrer-Gruppen, die am meisten Teilnehmer zählen, einen Preis. Diejenige Gruppe, die sich den fantasievollsten Namen ausgedacht hat, wird dann ebenfalls prämiert.

Die Leonberger Kreiszeitung wartet wieder mit einem besonderen Service auf: Wer möchte, kann sich bereits beim Start fotografieren lassen und bekommt, nachdem er eine der beiden Strecken per Drahtesel gemeistert hat, eine Zeitungsseite mit seinem Konterfei ausgehändigt – als kleine Erinnerung an einen abwechslungsreichen Tag mit vielen Einblicken und Aussichten.

Im vergangenen Jahr hatten bei diesem Großereignis unterm Engelberg rund 250 Radelbegeisterte mitgemacht und sich nachher im Leo-Center bei der Hocketse die verbrauchten Kalorien wieder einverleibt. Dabei hatte das Regenwetter die gute Stimmung unter den Tourradlern kaum trüben können. Gesprächsstoff gab es ebenfalls reichlich: Von den Geheimnissen der Streckenführung bis hin zur Frage, ob Radler unter Strom stehen sollten. Der eine oder andere wird sich in diesem Jahr sicherlich etwas elektrisch unterstützen lassen, erlebt doch das Pedelec derzeit einen wahren Boom.

Viele der Radler hatten bei der 21. Auflage im vergangenen Jahr am Ende aber doch von der nassen Sache genug. „Ich kann ja meinen Radponcho als Zelt nehmen“, sagte eine Teilnehmerin zum Kleidungsstück des Tages. Da erschien einigen die prompt in eine Hocketse-Arena umgewandelte Shopping-Mall als lauschiges Plätzchen, dank heißer Roten und Maultaschen in der Brühe. Also: Kreuzen Sie sich den 22. Juli im Kalender an. Denn die Tour de Natur ist ein Erlebnis – egal bei welchem Wetter.

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