Ein zerstörtes Motorrad nach einem Unfall. Foto: dpa

Motorradunfall in Leonberg. Fahrer war ohne Schutzkleidung unterwegs und zog sich schwere Verletzungen zu.

Ein 21 Jahre alter Motorradfahrer hat sich am vergangenen Sonntag bei einem Verkehrs­unfall in der Römerstraße schwere Verletzungen zugezogen. Der vermutlich ­ortsunkundige Fahrer aus dem Kreis ­Ludwigsburg fuhr mit seiner 150 PS ­starken Yamaha in Richtung Stadtmitte. Zunächst streifte er am Kreisverkehr in der Steinbeisstraße den Bordstein. Daraufhin wurde der Fahrer ausgehebelt und flog ­über die Straße. Schließlich schlitterte er den ­Gehweg entlang und blieb liegen.

Nach Angaben der Polizei war einer der Gründe für die schweren Verletzungen des Mannes, dass der Fahrer ohne Schutz­kleidung unterwegs und lediglich mit einem T-Shirt bekleidet war. Den Schaden an seinem Motorrad beziffert die Polizei auf 3000 Euro.

Schutzkleidung ist nach Meinung des ADAC für Motorradfahrer unverzichtbar. Der Pressesprecher des Automobilclubs, Hartmut Herold, ­erklärt: „Selbst bei Unfällen bei ­Stadt­geschwindigkeit von 50 Stunden­kilometern variieren die Verletzungen von leichten Verbrennungen bis zu starken Abschürfungen, je nach Art der Bekleidung.“

Besonders häufig neigten Rollerfahrer zum Leichtsinn im Hinblick auf Schutzkleidung, da sie aufgrund der geringeren Geschwindigkeit ein falsches Sicherheitsgefühl entwickeln, sagt der ADAC-Sprecher. Vorwiegend im Sommer lassen die Fahrer die warme Schutzkleidung wetterbedingt im Schrank. Trotz großer Unterschiede in puncto Sicherheit, wird es auch in absehbarer Zeit keine Schutzkleidungspflicht geben. „Diese Entscheidung ist noch jedem selbst überlassen“, sagt Pressesprecher Hartmut Herold.

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