Das Leonberger THW Foto: dpa

Die Helfer pumpen Keller und Straßenzüge leer.

Leonberg/Magdeburg - Seit Montagabend sind die Leonberger und Böblinger THW-Helfer im Magdeburger Stadtteil Rothensee im Einsatz. Der Pegelstand der Elbe sinkt, von 6,83 auf 6,75 Meter allein am Dienstag, daher können die THW-Mitglieder jetzt den Anwohnern helfen, ihren Stadtteil von Wasser und Schlamm zu befreien.

Rothensee ist der Stadtteil direkt vor dem Hafen. „Jetzt kann man von den höherliegenden Stadtteilen das Wasser wieder Richtung Elbe pumpen, wir arbeiten uns durch die überschwemmten Gebiete“, erklärt der Leonberger Ortsbeauftragte Matthias Schultheiß. Die Leonberger und Böblinger pumpen Keller leer und Tiefgaragen, aber auch Gartenanlagen. „Ganze Straßenzüge sind unter Wasser, durch den Schlamm sind Schächte verstopft“, berichtet Schultheiß, „wir haben die Gegend nach und nach erkundet, straßenzugweise.“ Das abgepumpte Wasser wird wieder in die Elbe geleitet, was bei sinkendem Pegel jetzt auch wieder möglich ist.

Die Arbeit ist durchaus anstrengend, wie Schultheiß berichtet: „Es ist hier richtig Sommer, es herrscht ein warm-schwüles Wetter mit einem ständigen Wechsel aus Sonnenschein und Wolken.“ Gerade das Auf- und Abbauen der Pumpen sei harte Arbeit. „Da kommt man ziemlich ins Schwitzen“, sagt der THW-Ortschef. Allerdings sei dies auch eine spannende Herausforderung. „Wir THWler haben das Helfergen, wir möchten natürlich helfen, wo wir es können“, sagt er. Nicht direkt an den Deichen, denn die Kompetenz liege beim Pumpen, daher sei man auch nicht in vorderster Front eingesetzt.

Es gibt noch kein konkretes Datum, wann der Einsatz endet. „Wir hoffen, dass wir Samstag wieder gen Heimat fahren“, sagt Schultheiß, „aber wir haben uns noch nicht darum gekümmert.“ Die Erfahrung von 2002 beim Elbe-Hochwasser hilft, damals waren die Leonberger südlich von Dresden im Landkreis Dippholdeswalde eingesetzt. „Wir haben persönliche Checklisten, wer wann mit seinem Arbeitgeber den Urlaub klären kann“, berichtet der Ortsbeauftragte, „deswegen konnten wir auch so schnell 16 Helfer rekrutieren.“

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