Das SEK hat am Mittwoch in Leonberg und Simmozheim zugeschlagen (Symbolbild). Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Das SEK durchsucht Wohnungen in Leonberg und eine in Simmozheim – und fasst eine Bande, die offenbar für mehrere Einbrüche verantwortlich ist.

Leonberg - Am frühen Mittwochmorgen schlägt ein Spezialeinsatzkommando der Polizei zu: Mehrere Wohnungen in Leonberg (Landkreis Böblingen) und eine in Simmozheim (Landkreis Calw) werden durchsucht, sechs Männer vorläufig festgenommen. Es geht um schweren Bandendiebstahl, verbunden mit Einbrüchen, und um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, teilt die Polizei in Ludwigsburg mit. Sichergestellt werden eine Schusswaffe, etwa ein Kilogramm verkaufsfertig abgepacktes Marihuana sowie kleine Mengen an Drogen und entsprechende Utensilien.

Nach einem Wohnungseinbruch im September des vergangenen Jahres in Leonberg hatten die Ermittler Hinweise auf vier Tatverdächtige aus Leonberg erhalten. Ende Januar folgte ein Einbruch in eine Spielhalle in Eltingen, wo einer der Täter eine Tasche verlor. Spuren daran wurden einem 29-Jährigen zugeordnet. Daraufhin konnten die übrigen drei Verdächtigen identifiziert werden. Sie sind 20 und 21 Jahre alt. Verdeckte Maßnahmen erhärteten den Verdacht, dass die beiden 20-jährigen Drogen verkauften.

Die Gruppe könnte für weitere Einbrüche infrage kommen

Zudem hatten sie Kontakte zu einem 18-Jährigen, der ebenfalls in Leonberg wohnt, und einem 23-Jährigen aus Simmozheim. Diese werden verdächtigt, Anfang September in einen Elektrogroßhandel in Gebersheim eingebrochen zu sein und Smartphones im Wert von 40 000 Euro erbeutet zu haben. Die Gruppe könnte laut der Polizei für weitere Einbrüche in Leonberg infrage kommen. Die beiden 20-Jährigen und der 29-Jährige sitzen in Untersuchungshaft, die anderen drei wurden auf freien Fuß gesetzt.

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