So soll der neue Kindergarten Gebersheim aussehen. Foto: Büro Archis

Die Holzfenster und der Sonnenschutz am Erweiterungsbau des Gebersheimer Kindergartens werden rund 50 000 Euro teurer als ursprünglich geschätzt. Keine gute Nachricht hat Dieter Häberle dem Ortschaftsrat Gebersheim verkünden können.

Leonberg - Die Holzfenster und der Sonnenschutz am Erweiterungsbau des Gebersheimer Kindergartens werden rund 50 000 Euro teurer als ursprünglich geschätzt. Keine gute Nachricht hat Dieter Häberle dem Ortschaftsrat Gebersheim verkünden können. Der Leiter des städtischen Gebäudemanagements musste dem Gremium verkünden, dass für die Erweiterung des örtlichen evangelischen Kindergartens tiefer in die Tasche gegriffen werden muss.

Dabei hatte es noch vor drei Wochen ganz anders ausgesehen. Damals wurden in dem Ortschaftsrat die Rohbauarbeiten – diese sind übrigens gestern begonnen worden – für 335 000 Euro vergeben, was rund 30 000 Euro weniger war, als die Planer geschätzt hatten. Für die Fenster und den dazu gehörigen Sonnenschutz hatten die Architekten rund 100 000 Euro an Kosten vorgesehen, doch die Ausschreibung verlief ganz anders. „Zwar haben sich elf Interessenten gemeldet, doch nur zwei Firmen haben letztendlich auch ein Angebot gemacht. Wobei das günstigste bei rund 153 000 Euro lag, der zweite Anbieter wollte rund 156 000 Euro“, erläuterte der Leiter des städtischen Gebäudemanagements. „Jetzt zum Jahresende reißen sich die Firmen nicht um Aufträge. Vor allem, wenn sie erfahren, wie eng der Zeitrahmen ist. Denn die Fenster müssen noch im Dezember montiert werden“, sagte Dieter Häberle.

Die Handwerker sind voll ausgebucht

Zumal alle Firmen, die an dem Projekt beteiligt werden, eine verbindliche Bauzeit bestätigen müssen. „Damit wir unser Ziel erreichen, darf nichts passieren, denn der Neubau muss bis zu den Sommerferien fertiggestellt sein“, so Häberle. Dann könnten die Kinder aus dem gegenwärtigen Kindergartenanbau in den Neubau einziehen, damit dann die Verbindung zwischen den Gebäuden geschaffen und die Umbauten im Bestand erfolgen können. Sind die Arbeiten abgeschlossen, wird 2014 der alte Kindergartenpavillon abgerissen. Dann kann auch auf dem letzten Grundstück dieses Areals ein Haus gebaut werden.

Auch weitere Aufträge könnten teurer werden

Es sei wohl damit zu rechnen, dass auch andere Aufträge noch teurer werden, bejahte Häberle Fragen der Ortschaftsräte. Jetzt zum Jahresende seien die Auftragsbücher voll. Geprüft worden sei auch die Möglichkeit, die Ausschreibung für die Fenster aufzuheben. Aber auch eine 50-prozentige Preissteigerung im Vergleich zur ersten Jahreshälfte sei dafür kein ausreichender Grund. „Eine solche Preissteigerung fällt noch nicht so aus dem Rahmen, dass eine Aufhebung rechtlich gedeckt ist“, meinte Häberle. Dass der zweite Anbieter fast identische Kosten ausgerecht hatte, zeige, dass solche Preise gegenwärtig gang und gäbe sind. „Die Firmen wissen natürlich, dass wir uns keine Verzögerungen leisten können“, gab Häberle zu bedenken.

Er sei zuversichtlich, dass bei den anderen Gewerken, die Anfang 2013 vergeben werden, die Preise wieder nach unten gehen. „Dann sind die Auftragsbücher wieder leerer und das Interesse an neuen Aufträgen ist wieder größer“, hofft Dieter Häberle

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