Riesenandrang beim Glemseck 101, doch alles verläuft problemlos. Foto: factum

Mit-Organisator Peter Herrle ist zufrieden. Nur sein Rennen hätte besser laufen können. Denn den Schaulauf, der erste Sprint der dreitägigen Veranstaltung, ging an den Landrat Roland Bernhard.

Leonberg - Drei Tage sonniges Wetter, mehr als 40 000 Besucher und eine unfallfreie Veranstaltung – die Bilanz des Glemseck 101 fällt positiv aus. Die dreitägige Motorradveranstaltung im Mahdental war auch bei ihrer neunten Auflage ein Besuchermagnet und begeisterte sowohl die Cafe-Racer-Szene als auch Otto-Normal-Zuschauer. „Es waren unwahrscheinlich viele Leute da. Am Freitag und Samstag waren es mehr als im Vorjahr. Die Zapfhähne an den Getränkeständen sind fast heiß gelaufen“, resümiert Robert Herrle, auch wenn seine persönliche Bilanz nicht so ganz stimmte. Der Referent von OB Bernhard Schuler ist nicht nur Mit-Organisator des Mottoradtreffens. Diesmal trat er im ersten Rennen in einem Schaulauf gegen Landrat Roland Bernhard an. Die Proberunde ging an den Mitarbeiter der Stadt, der entscheidende Lauf allerdings an den Kreischef. Peter Herrle nimmt es sportlich.

Viele helfen beim Gelingen

In diesem Jahr hat er aber auch eine ungewohnte Beobachtung gemacht: „Am Freitag wurde mehr alkoholfreies Bier verkauft als alkoholhaltiges.“ Das zeige, wie verantwortungsbewusst Teilnehmer und Besucher seien. Zwar habe es den ein oder anderen Alkoholisierten, etwa auf dem Zeltplatz, gegeben. „Aber es gab keinerlei Rangeleien oder andere Zwischenfälle. Man konnte alles vernünftig klären“, sagt Herrle, der besonders den Zusammenhalt zwischen den Veranstaltern und den Hilfsdiensten lobt. Etwa den Sicherheitsdienst und das Seehaus, die dabei halfen, den großen Andrang auf die Parkflächen zu regeln. Oder das THW, das abends das Gelände ausleuchtete und für freie Zufahrten sorgte. Aber auch die Feuerwehr, die am Samstag einen Erste-Hilfe-Einsatz im Mahdental hatte und sich ganz vorsichtig durch das Veranstaltungsgelände kämpfte. Besonders am Herzen liegt ihm aber der Baubetriebshof. „Die Mitarbeiter haben sich alle freiwillig für das Glemseck 101 gemeldet. Sie haben alle Schilder und die Absperrungen aufgebaut, am Samstag und Sonntag in aller Frühe sauber gemacht und am Sonntagabend bei Scheinwerferlicht alles wieder abgebaut“, berichtet der OB-Referent.

Zwei Unfälle mit Motorrädern

„K.b.V.“ – keine besonderen Vorkommnisse, bescheinigte die Polizei dem Glemseck 101. Und das nicht zum ersten Mal. „Bei der Menge an Menschen grenzt das schon fast an ein Wunder“, meint Peter Herrle. Wobei rings um die Veranstaltung zwei Unfälle mit Motorradfahrern passierten. So hatte einer am Samstag in der Mahdentalstraße Richtung Schattenring versucht, ein Auto zu überholen. Jedoch wollte dessen Fahrer gerade links abbiegen, wodurch beide kollidierten.

Ein weiterer ereignete sich am Sonntag gegen 17.30 Uhr auf der A 8 an der Anschlussstelle Leonberg-Ost. Wie die Polizei berichtet, wollte ein 43 Jahre alter Motorradfahrer vom Beschleunigungsstreifen auf die rechte Spur wechseln. Dabei übersah er anscheinend einen Mercedes, der dort fuhr. Bei dem Zusammenstoß wurde der Motorradfahrer, der das Glemseck 101 besucht hatte, verletzt. Ein Händler, der ebenfalls auf der Veranstaltung gewesen war, eilte dem Verletzten zu Hilfe, während der Mercedes-Fahrer einfach weiterfuhr. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei bittet um Hinweise zu dem Mercedes, vermutlich eine helle A-Klasse, unter der Nummer 07 11 / 6 86 90.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: