Die Leihstation in Ludwigsburg wird von Regiorad übernommen. Foto: factum/Granville

An vielen Stellen sollen bis Mai Leihstationen für Fahrräder entstehen – auch für solche mit Strom. In Gerlingen gibt es drei Leihstationen, in Ditzingen fünf.

Gerlngen/Ditzingen - In Gerlingen soll es drei Stationen geben, in Ditzingen fünf: Die beiden Strohgäu-Städte beteiligen sich am Fahrrad-Leihsystem „Regiorad Stuttgart“, das im Mai in Stuttgart und vielen Städten drumherum starten soll. Es ist für alle Nutzer des Nahverkehrs gedacht

, die das letzte Stück des Wegs von einer Haltestelle der U- oder S-Bahn bis nach Hause auf einem Mietrad zurücklegen wollen – auch auf einem mit Stromunterstützung. Dies ist für große Entfernungen oder Steigungen sehr praktisch. Das System ist auch für Menschen gedacht, die sich mit Hilfe der Polygo-Card Vorteile außer dem Nahverkehrsabo wie Rad- oder Autoausleihe sichern. Auch Ludwigsburg und andere Städte im Landkreis beteiligen sich zum geplanten Starttermin. Andere stellen 2019 das bereits vorhandene Radleihsystem eines anderen Anbieters auf das regionsweite um.

In Gerlingen wird es drei Stationen geben: Die zentrale an der Endhaltestelle der U 6 („Neuer Platz“), eine weitere auf der Schillerhöhe und eine bei der U-Bahn-Haltestelle Breitwiesen. Der Technische Ausschuss des Gemeinderats hat sich am Montag dafür ausgesprochen, die Radleihstation nicht direkt auf dem Neuen Platz, sondern ein Stück weiter am Betriebsgebäude der Endhaltestelle einzurichten. Auf diese Stelle führt einer der beiden Aufgänge der Endhaltestelle direkt zu. Die vorhandenen Radabstellplätze sollen um wenige Meter verschoben werden. Es müsse sichergestellt werden, so Rolf Schneider (Grüne), dass die Zahl normaler Radabstellplätze nicht abnimmt. Der Betreiber habe sich den Standort direkt auf dem Neuen Platz gewünscht, hieß es. Dies sei der Verwaltung aber zu bestimmend gewesen.

Ausleiher braucht ein Smartphone

Nun sollen zwölf Radstellplätze eingerichtet werden, die sich auch zum Aufladen der Akkus der Leihräder eignen. Private Pedelecs könnten an diesen Plätzen nicht geladen werden, hieß es. Der Ausleiher brauche auf jeden Fall ein Smartphone. Insgesamt sollen an allen drei Stationen in Gerlingen zehn normale Leihräder und zehn Pedelecs zum Mieten bereit stehen. Der Vermieter müsse dafür sorgen, dass die Stationen mit genügend Rädern bestückt seien. Auch die Ausleuchtung an der Leihstation am Abend müsse überprüft werden, mahnte Petra Bischoff (Freie Wähler) an.

In Ditzingen hat der Gemeinderat bereits Anfang November beschlossen, dass die Stadt dem System Regiorad beitritt mit 50 Rädern zum Ausleihen – jeweils 25 normale und 25 Pedelecs. Zunächst hatte die Verwaltung vorgeschlagen, am Ditzinger Bahnhof zwei und zudem am Bahnhof der Strohgäubahn im Stadtteil Heimerdingen eine Ausleihstation vorzusehen. Der Gemeinderat war aber der Meinung, dies reiche nicht aus. Er beauftragte die Verwaltung, zwei weitere Ausleihstationen in Hirschlanden und Schöckingen vorzusehen. Ob diese beiden zusätzlichen Standorte im Mai verfügbar sein sollen oder erst später dazukommen, ist noch nicht endgültig. „Es kann auch sein, wir machen gleich alles auf einmal“, sagte der Rathaussprecher Guido Braun. Jedenfalls soll es bei 50 Rädern für die ganze Stadt bleiben.

Weitere Stationen in Ludwigsburg und Freiberg

Weitere Stationen des neuen Rad- und Pedelecverleihs sollen zum Starttermin 1. Mai am Bahnhof in Ludwigsburg sowie in Freiberg am Neckar entstehen. In Ludwigsburg soll es im Stadtgebiet sieben Verleihstationen mit insgesamt 35 Fahrrädern und Pedelecs geben – letztere werden aber erst im Oktober an den Stationen stehen. Die Stadt kostet der Betrieb einer Station im Schnitt etwa 5000 Euro plus die Kosten für die Einrichtung von Stromanschlüssen. Das Verleihsystem Nextbike, das es bereits am Ludwigsburger Bahnhof gibt, wird auf das System Regiorad umgestellt.

Bisher wird das Verleihsystem Nextbike auch in Schwieberdingen, Remseck und Vaihingen an der Enz betrieben. Dort soll dann Anfang 2019 auf das System Regiorad umgestellt werden.

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