Der Renninger Luca Dieckmann erreicht das Finale über 60 Meter Hürden. Foto: Ralf Görlitz

Seinen Start bei den Süddeutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Karlsruhe hat der Leonberger Stabhochspringer Leo Lohre absagen müssen. Auf Grund eines Knochenmark-Ödems im Fuß sowie eines Bänderrisses musste er seine Wintersaison vorzeitig beenden. Dafür vertraten Hochspringer Tassilo Hackert und Hürdensprinter Luca Dieckmann den Altkreis Leonberg.

Seinen Start bei den Süddeutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Karlsruhe hat der Leonberger Stabhochspringer Leo Lohre absagen müssen. Auf Grund eines Knochenmark-Ödems im Fuß sowie eines Bänderrisses musste er seine Wintersaison vorzeitig beenden. „Das war ein schleichender Prozess, vielleicht bin ich irgendwann mal unglücklich abgesprungen“, sagt Lohre, der sich nach seiner Genesung auf die Freiluft-Saison vorbereitet. Den Wettbewerb in Karlsruhe hat der Sindelfinger Florian Gaul mit einer Höhe von 5,35 Metern deutlich für sich entscheiden können.

Auf dem fünften Platz im Hochsprung landete Tassilo Hackert vom TSV Eltingen. Er bewältigte wie zwei andere Mitstreiter 2,04 Meter, musste sich aber hinter Manuel Marko (LAC Quelle Fürth) und Sebastian Schulz (TV Rheinzabern) mit dem fünften Rang begnügen. Sieger in diesem Wettbewerb wurde Martin Günther von der LG Eintracht Frankfurt mit einer Höhe von 2,19 Metern.

Die fünftschnellste Vorlaufzeit präsentierte Luca Dieckmann von der SpVgg Renningen über 60 Meter Hürden in der männlichen Jugend U 18. Mit 8,43 Sekunden qualifizierte er sich für den Endlauf. Hier konnte er seine Zeit nicht mehr toppen, wurde mit 8,47 Sekunden Siebter. Schnellster in dieser Distanz war Dominik Denning von der LG Staufen in 8,18 Sekunden.

Für einen Höhepunkt aus Sicht des VfL Sindelfingen sorgte Hürdensprinterin Nadine Hildebrand. In 7,98 Sekunden blieb sie über die 60 mit fünf Hürden gespickten Meter bereits im Vorlauf erstmals unter acht Sekunden und markierte damit zugleich einen neuen Rekord für den Bereich des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes (WLV). Nur zwei Hundertstel fehlten zur europäischen Jahresbestleistung. Im Finale bestätigte sie dieses Ergebnis mit exakt acht Sekunden und gewann vor ihrer Trainingskollegin Sabrina Lindenmayer (8,36 Sekunden). Dass bei der 26-jährigen frisch gebackenen süddeutschen Hallenmeisterin im Zieleinlauf kein Jubel aufkam, hatte mit der Technik zu tun. Denn die Uhr spielte der Sindelfingerin gleich zweimal einen Streich, zeigte im Vorlauf 8,14 und im Finale 8,15 Sekunden an. „Die richtigen Ergebnisse habe ich erst später erfahren“, erklärte sie ihre Zurückhaltung. Dennoch sieht sie ebenso wie Trainer Werner Späth sogar noch Potenzial für weitere Verbesserungen. „Ich bin sehr froh, dass ich die sieben vor dem Komma geschafft habe“, betonte Nadine Hildebrand, „am Ziel bin ich aber noch nicht.“ Weiter geht’s bereits am kommenden Sonntag beim Hallen-Meeting an gleicher Stelle, bei dem sie erstmals auf internationale Konkurrenz trifft. Über 60 flache Meter steigerte sie sich um eine Zehntelsekunde auf 7,29 Sekunden und blieb damit auch ohne Hürden nur um gerade einmal fünf Hundertstel über der Hallen-WM-Norm.

Ein weiterer Erfolg bei diesen Titelkämpfen gelang Stabhoch-Neuzugang Joana Kraft, die sich mit 4,20 Metern auf Grund eines Fehlversuchs weniger gegen die höhengleiche Anna Felzmann (LAZ Zweibrücken) durchsetzte. Ganz vorne landeten erwartungsgemäß die Sindelfinger 4x400-Meter-Männer Jonas Kolzau, Patrick Saile, Romed Guischard und Patrick Oehler in 3:25,23 Minuten. Silber gab’s zudem für Tamara Seer, die die Hallenrunde in 24,46 Sekunden zurücklegte.

Im Kugelstoßen der Männer ging der Titel an Vereinskamerad Tobias Dahm. In Abwesenheit von Mitfavorit Marco Schmidt (SR Yburg Steinbach) hätte der Deutsche Vizemeister mit jedem seiner fünf gültigen Stöße den Wettbewerb gewonnen und kam in einer konstanten Serie auf den Spitzenwert von 18,96 Metern.

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