Die Lehmgrube in Besigheim (Kreis Ludwigsburg) Foto: Archiv/Helmut Pangerl

Naturfreunde wollen die Gemeinde Besigheim zu einem restriktiven Vorgehen gegen die Wohnbaufirma Layher zwingen. Sie hatte Mitte April einen Teil der Lehmgrube, in dem Wildbienen leben sollen, planiert.

Besigheim - Mitte April hatte die Wohnbaufirma Layher in Besigheim (Kreis Ludwigsburg) Teile der Lehmgrube planiert – und damit für einen kleinen Eklat gesorgt. Das Unternehmen, das dort Wohnungen bauen will, argumentierte, es habe lediglich eine Fäkaliensperre errichtet, damit ein Viehzüchter dort weiter Rinder halten könne. Der Aufschrei unter Naturschützern, die sich unter anderem um Dutzende Wildbienenarten sorgten, war dennoch groß.

Der Lehrer Benjamin Tempel hat eine Online-Petition gestartet, um Druck auf den Besigheimer Gemeinderat auszuüben: Das Gremium soll nur noch mit Unternehmen Geschäfte tätigen, „die sich an geltendes Recht und ethische Grundsätze halten“. Eine weitere Forderung: Die Lehmgrube soll Naturdenkmal werden.

An diesem Dienstag, 21. Juli, führt Tempel einen Protestzug zum Rathaus, um eine Liste mit Hunderten Unterschriften zu übergeben. Start der Demo ist um 17 Uhr an der Lehmgrube.

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