Bittere Vorstellung von Tim Tscharnke (links) und Hannes Dotzler: Das deutsche Langlauf-Duo wurde Siebter. Foto: dpa

Pechtag für das deutsche Olympia-Team in Sotschi: Das Langlauf-Duo Tim Tscharnke und Hannes Dotzler verpasst eine sichere Medaille im Teamsprint durch Sturz, Stefanie Böhler und Denise Herrmann fehlen 1,15 Sekunden zu Bronze. Immerhin meldete sich Felix Neureuther zurück.

Pechtag für das deutsche Olympia-Team in Sotschi: Das Langlauf-Duo Tim Tscharnke und Hannes Dotzler verpasst eine sichere Medaille im Teamsprint durch Sturz, Stefanie Böhler und Denise Herrmann fehlen 1,15 Sekunden zu Bronze. Immerhin meldete sich Felix Neureuther zurück.

Sotschi - Die deutschen Langläufer sind beim olympischen Teamsprint vom Pech verfolgt worden. Auf dem Weg zur sicheren Medaille stürzte am Mittwoch in Krasnaja Poljana Tim Tscharnke nach der letzten Abfahrt. Am Ende wurden er und Hannes Dotzler Siebte. Die deutsche Teamleitung legte Protest gegen die Wertung ein. Dieser wurde von der Jury abgewiesen, weil sie keinen Regelverstoß erkannte. Auf einen möglichen Gang vor das Schiedsgericht des Ski-Weltverbandes FIS wird die deutsche Mannschaft nach eigenen Angaben verzichten.

Zuvor hatte das deutsche Damen-Duo Stefanie Böhler und Denise Herrmann Bronze nur um 1,15 Sekunden verpasst. Herrmann musste auf der Schlussgerade Schweden an sich vorbeiziehen lassen. „Wir haben den vierten Platz gewonnen und Bronze nicht verloren“, sagte Böhler tapfer. Olympiasieger wurden bei den Herren Finnland und bei den Damen Norwegen.

Ebenfalls einen vierten Platz fuhr am zwölften Wettkampftag Patrick Bussler ein. Er verpasste im Parallel-Riesenslalom die erste Olympia-Medaille eines deutschen Snowboarders nur knapp. Im Duell um Platz drei unterlag Bussler dem Slowenen Zan Kosir. Gold holte für Russland der gebürtige Amerikaner Vic Wild. Bei den Damen siegte die Schweizerin Patrick Kummer. Selina Jörg schied als beste Deutsche nach einem Sturz im Achtelfinale aus.

Fünf Tage nach seinem Autounfall fuhr Alpin-Star Felix Neureuther im Riesenslalom auf einen guten achten Rang, Fritz Dopfer wurde Zwölfter. Pechvogel war Stefan Luitz. Er schied im ersten Durchgang auf dem Weg zu einer Topzeit am letzten Tor aus. Olympiasieger wurde Topfavorit Ted Ligety aus den USA. Nach 72 von 98 Entscheidungen verlor Deutschland (8 Gold/3 Silber/4 Bronze) seine Führung im Medaillenspiegel an Norwegen (8/4/7).

"Es war wirklich nicht einfach zu fahren"

Nach langem Warten entschied sich Neureuther für einen Start. In den Medaillenkampf konnte er nicht eingreifen. „Es war wirklich nicht einfach zu fahren. Ich hab's probiert zu attackieren, aber man merkt schon, dass ich die letzten fünf Tage nur gelegen bin“, sagte Neureuther im ZDF mit Blick auf sein Schleudertrauma, die lädierte Nackenmuskulatur und zwei geprellte Rippen. Im Slalom am Samstag will der 29-Jährige „auf jeden Fall“ antreten.

Die Curlerinnen aus Kanada und Olympiasieger Schweden schafften am Mittwoch wie schon vor vier Jahren in Vancouver den Sprung ins Olympia-Endspiel. Schwedens Eishockeyteam zog als erste Mannschaft ins Halbfinale des Männer-Turniers ein. Die Skandinavier bezwangen Außenseiter Slowenien mit 5:0 und treffen nun im Kampf um den Finaleinzug auf den Sieger der Partie Russland gegen Finnland.

Nach den Straßenschlachten mit vielen Toten in Kiew hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) den ukrainischen Athleten in Sotschi das Tragen eines Trauerflors untersagt. Ein entsprechender Antrag des ukrainischen NOK-Chefs Sergej Bubka sei mit Hinweis auf geltende Regeln vom IOC abgelehnt worden, teilte das Nationale Olympische Komitee (NOK) der Ukraine am Mittwoch in Kiew mit. Der IOC-Spitzenfunktionär und Stabhochsprung-Weltrekordler Bubka wollte mit dem Trauerflor das Mitgefühl der Sportler zum Ausdruck bringen. 43 ukrainische Athleten sind in Sotschi am Start.

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