Wilfried Klenk (CDU) und Gernot Gruber (SPD) kämpfen um den Wiedereinzug ins Landesparlament Foto: dpa, privat

Zwei Abgeordnete repräsentieren den Wahlkreis 17, Backnang, zurzeit im Stuttgarter Landtag. Mit dem AfD-Bundesvorsitzenden könnte einer neu dazu kommen. Dafür stehen die Chancen für Gernot Gruber (SPD) auf einen Wiedereinzug eher schlecht.

Backnang - Der amtierende Landtagspräsident geht als klarer Favorit ins Rennen um das Direktmandat im Wahlkreis 17, zu dem neben dem namensgebenden Backnang noch 16 weitere Rems-Murr-Kommunen zwischen Spiegelberg, Murrhardt und Welzheim gehören. Vor fünf Jahren hatte Wilfried Klenk für die CDU im Vergleich unter den drei Rems-Murr-Wahlkreisen das beste Ergebnis und das einzige mit mehr als 40 Prozent eingefahren. Genau 40,9 Prozent der Wähler im Wahlkreis Backnang hatten ihm ihre Stimme gegeben. Damit lag der Mann, der dann vor knapp einem Jahr von den Parlamentskollegen zum Präsidenten des baden-württembergischen Landtags gewählt worden ist, um gut 17 Prozentpunkte vor Gernot Gruber (SPD), der damals als zweiter Abgeordneter aus dem Wahlkreis 17 ins Landesparlament einzog und sich jetzt ebenfalls um den Wiedereinzug bemüht. Die Grünen lagen bei der Wahl im Jahr 2011 mit 20,1 Prozent in Backnang deutlich unter dem Landesergebnis.

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SPD-Parlamentarier Gruber muss um Wiedereinzug bangen

Angesichts des CDU-Vorsprungs von gut 20 Punkten dürfte es am 13. März dem Grünen-Kandidaten Götz Poppitz trotz der aktuell hervorragenden Umfragewerte seiner Partei im Backnanger Wahlkreis kaum gelingen, dem christdemokratischen Platzhirsch das Direktmandat streitig zu machen. Und der SPD-Mann Gruber muss mit Blick auf die voraussichtlich nochmals deutlich dezimierte Riege der SPD-Parlamentarier im künftigen Landtag um die Wiederwahl ins Parlament bangen. Schon Grubers Einzug in den Stuttgarter Landtag galt vor fünf Jahren als eine faustdicke Überraschung.

Bessere Chancen, ins Parlament einzuziehen, dürfte der Bundesvorsitzende der AfD, der Hochschullehrer Jörg Meuthen, haben. Ihm traut man in seinem Wahlkreis ein Ergebnis zu, das deutlich über dem Landesdurchschnitt der Partei liegt. Diese wird derzeit in den Umfragen bei gut zehn Prozent gesehen. Auf der Wahlvorschlagsliste für den Wahlkreis Backnang steht Meuthen mit der landesweit gültigen Wahlvorschlagsnummer 15 ganz unten.

Elf Bewerber stehen auf der Vorschlagsliste

Mit im Rennen im Wahlkreis Backnang ist außerdem auf Platz vier der Liste die Mediatorin Dorothee Winter für die FDP. Für die Linke ist Sicherheitsfachkraft Jörg Drechsel aus Auenwald auf Stimmenfang. Der Mechatroniker Philip Köngeter aus Welzheim kandidiert auf Listenplatz fünf für die Piraten. Die Republikaner und die NPD sind im Backnanger Wahlkreis mit dem Karosseriebauer Bernd Offtermatt (Berglen) und dem Schreiner Harald Ballreich (Backnang) auf der Wahlvorschlagsliste vertreten.Der Lehrer Ralf Nentwich aus Murrhardt ist dort für die ÖDP vertreten und der Werbekaufmann Thomas Geffken für die Partei Alfa.

Die Wahlvorschlagsnummern gelten für die jeweilige Partei übrigens landesweit. Die auf der Backnanger Wahlliste ebenso wie auf denjenigen der Wahlkreise Waiblingen und Schorndorf entfallenden Nummern zehn, elf, zwölf und 14 sind landesweit an Parteien vergeben, die zwar andernorts antreten, für die aber in den Wahlkreisen hier keine Kandidaten zugelassen sind und die demzufolge hier auch nicht gewählt werden können.

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