„Kostenlos ins Museum“, fordern Cornelia Ewigleben, Direktorin des Landesmuseums Württemberg, und der Unternehmer Reinhold WürthFoto: dpa/Marijan Murat

Freier Eintritt im Museum? Der Unternehmer Reinhold Würth und Cornelia Ewigleben, Direktorin des Landesmuseums Württemberg machen sich dafür stark und fordern das Land auf, freie Tickets zu ermöglichen.

Stuttgart - Der Unternehmer Reinhold Würth und Cornelia Ewigleben, Direktorin des Landesmuseums Württemberg, machen sich gemeinsam für künftig freien Eintritt in die Museen des Landes stark.

„Gerade bei Museumsbesuchen sollten alle Menschen unabhängig von ihrem Einkommen gleichgestellt sein“, sagte Würth unserer Zeitung. Es dürfe „nicht sein, dass eine vierköpfige Familie aufgrund ihres Einkommens überlegen muss, ob man sich den Besuch einer Sonderausstellung im Museum leisten kann oder nicht“.

Besucherzahlen verdoppelt

Ewigleben sieht den Erfolg des freien Eintritts im eigenen Haus mit deutlichen Zahlen belegt. „Reinhold Würth“, sagte sie unserer Zeitung, „hat zusammen mit der Fördergesellschaft den freien Eintritt in die Schausammlungen bei uns möglich gemacht. Dadurch konnten wir im Jahr 2018 im Alten Schloss unsere Besucherzahlen verdoppeln und im Museum der Alltagskultur – Schloss Waldenbuch – um 60 Prozent erhöhen“.

Die Bilanz lässt für die Landesmuseumschefin nur einen Schluss zu. „Wir hoffen“, sagte sie unserer Zeitung, „dass diese vorbildhafte Entscheidung unseren Träger, das Land Baden-Württemberg, überzeugt, zukünftig den freien Eintritt weiterhin zu ermöglichen. Es wäre ein wichtiges kulturpolitisches Signal an die Bürgerinnen und Bürger“.

Würth feiert 70. Arbeitsjubiläum

Reinhold Würth wird an diesem Mittwoch in einer Festveranstaltung als Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des Landesmuseums Württemberg verabschiedet. An diesem Dienstag feiert er am Stammsitz in Künzelsau sein 70. Arbeitsjubiläum.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann summiert Reinhold Würths Rang auf eigene Art: ,Heimat, hightech, highspeed’, passt perfekt zu Würth, wenn man noch ein Wort hinzufügt: ,high culture“.

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