Ein Video von einer Übung der Feuerwehrwache 2 in Stuttgart sorgt für kuriose Bilder: Acht Personen kicken in speziellen Schutzanzügen. Sieht so etwa der Corona-Fußball aus?

Stuttgart - Die Szene könnte glatt aus einem Science-Fiction-Film stammen: In sonnengelben Anzügen schieben sich acht Personen den Ball hin und her. Auch wenn die Trikotfarbe passt, brasilianisch sieht das Gekicke nicht aus, eher schwerfällig. Schon ein Pass über wenige Meter kommt nicht an.

Der Nutzer Facebook-Nutzer Raute K kann das kuriose Geschehen am Donnerstag von seinem Büro gegenüber der Feuerwache 2 im Stuttgarter Westen aus beobachten und filmt es mit seinem Handy. Auf Instagram und Facebook macht die Aufnahme schnell die Runde. Wir haben bei der Feuerwehr nachgefragt, was dahinter steckt.

Spielerische Übung für den Notfall

„Handlungsorientiertes Lernen“ nennt Pressesprecher Christopher Haigis die Übung, die auf den Aufnahmen zu sehen ist. Feuerwehrmänner und -frauen müssen einmal jährlich das Arbeiten in diesen Chemieschutzanzügen üben und dafür ließen sich die Stuttgarter das Fußballspiel einfallen. „Mit Corona hat das nichts zu tun“, versichert Haigis. Es handele sich hierbei um eine Gewöhnungsübung im Umgang mit den Anzügen.

Die haben es nämlich in sich: mehr als 20 Kilogramm wiegen der Anzug und das sich darunter befindende Atemluftgerät zusammen. Zehn Minuten brauche man alleine für das An- und ausziehen. Deshalb ist es auch wenig verwunderlich, dass das Spiel so mühsam aussah. „Es ist sehr schwer, sich in diesen Anzügen zu bewegen. Man muss den gesamten Körper drehen, um nach links oder rechts zu schauen und aus dem Stand sieht man die eigenen Füße auch nicht“, erklärt Haigis. Zudem seien die Schuhe, die fest mit dem Anzug verbunden sind, nicht in jeder Größe verfügbar.

Trotz der großen Anstrengung bei jeder Bewegung kämen solche spielerischen Übungen bei den Kollegen gut an. Nach zwei Halbzeiten je zehn Minuten waren die Feuerwehrmänner und -frauen aber sichtlich geschafft. Das Spiel endete übrigens 2:1 für das Team mit den Absperrbändern. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen.

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