Mehrere Hundert Menschen haben an der Demonstration teilgenommen. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Friedlich haben mehrere Hundert Menschen am Samstag in Stuttgart gegen die militärische Offensive der Türkei in Nordsyrien demonstriert. Die Polizei hat nur einen Zwischenfall gemeldet.

Stuttgart - Mehrere Hundert Demonstranten haben am Samstagnachmittag gegen den türkischen Militäreinsatz in Nordsyrien protestiert. Die Polizei spricht von einer insgesamt sehr ruhigen Demonstration – mit einem Zwischenfall am Ende. Ein Zuschauer habe am Schillerplatz ein Bild von der Demonstration gemacht und sei daraufhin angegangen und leicht verletzt worden. Auf dem Weg appellierten die Organisatoren immer wieder an die Demonstranten sich nicht provozieren zu lassen. „Manche fühlen sich von uns angegriffen. Wir möchten, dass unser Protest friedlich bleibt.“

Wie beim vergangenen Mal wurden die Frauen aufgefordert, sich an den Anfang des Protestzugs zu stellen. Die kurdischen Frauen in Stuttgart sollen so ihre Solidarität mit den Frauen in Rojava zeigen.„Es sind die Frauen, die ihr Leben und ihr Volk verteidigen“, sagten die Organisatoren.

Solidaritätsbekundung mit Rojava

Von der Lautenschlagerstraße aus ging es über die Theodor-Heuss-Straße in Richtung Rotebühlplatz. In Sprechchören nannten die Teilnehmer den türkischen Staatspräsidenten Erdogan einen Kriegsverbrecher und Terroristen und forderten ein Ende der türkischen Offensive.

Am Rotebühlplatz wurde ein Grußwort aus Rojava übertragen. Außerdem sprach Tobias Pflüger, stellvertretender Parteivorsitzender der Linken. „Wir fordern die Bundesregierung auf, den Einmarsch in Rojava als menschenrechtswidrig zu klassifizieren. Der bestialische Angriffskrieg muss gestoppt werden“, sagte dieser.

Am Schlossplatz endete der Protest mit einer Solidaritätsbekundung mit den Menschen in Rojava.

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