Das Duo Jailhouse Classics: Jochen Narciß-Sing (links) und Veet Jürgen Ohnemus Foto: Gottfried Stoppel

Bei den 12. Winterkulturtagen im Schwäbischen Wald treten die Künstler unter anderem in einer Köhlerhütte im Wald bei Spiegelberg-Großhöchberg und in der alten Wagenremise in Welzheim auf.

Oppenweiler - Die Veranstalter der 12. Winterkulturtage im Schwäbischen Wald versprechen den Besuchern tolle Künstler, die mitunter an außergewöhnlichen Orten auftreten. Zur Vorstellung des Programms hatten die Projektleiterin Claudia Erlekamm und ihre Kollegen in das imposante Wasserschloss in Oppenweiler eingeladen, dort gab das Duo Jailhouse Classics zur Einstimmung ein kleines Konzert. Der Geiger Jochen Narciß-Sing und der Gitarrist Veet Jürgen Ohnemus spielten einen Teil ihres „vielsaitigen“ Programms „Es lebe die Freiheit!“

Während der Kulturtage, die Ende Januar beginnen, treten die beiden Musiker am Samstag, 28. März, im Wurmbrandsaal des Gaildorfer Schlosses auf. Ohnemus (59) und Narciß-Sing (58) leben von und für die Musik, beide arbeiten bei der Musikschule in Schwäbisch-Hall und treten regelmäßig vor Publikum auf, etwa 20- mal im Jahr, wie sie nach dem kurzen Gig in Oppenweiler erzählten. Ohnemus hat in Trossingen Gitarre, Improvisation und Komposition studiert, sein Duo-Partner Geige, Violine und Kammermusik an der Musikhochschule Stuttgart. Erstmals zusammen gespielt haben sie vor ein paar Jahren bei einem Lehrerkonzert, das offenbar gut ankam beim Publikum.

Stücke von Franz Schubert, Freddy Mercury und Robert Plant

Bei ihrem Konzert im Rahmen der Winterkulturtage spielen die Jailhouse Classics unter anderem Stücke von Franz Schubert, Freddy Mercury und Robert Plant. „Der Spaß ist uns wichtig“, sagte Ohnemus. Ziel sei es, durch den Mix der Melodien Menschen für Klassik zu begeistern, die eigentlich lieber Rockmusik hören und auch Leute anzulocken, die eher keine rockigen Töne mögen. Mit einem Augenzwinkern erzählten die Männer dann noch, dass sie kürzlich die IG Saiten gegründet hätten, mit dem Ziel, dass Musiker spätestens von 2025 an nicht pro Auftritt bezahlt werden, sondern nach „gespielten Tönen“. Nicht repräsentative Umfragen im Publikum hätten jedoch ergeben, „dass das schlecht für uns ausgeht“, die Menschen seien bis dato nur bereit, ein paar Cent pro Ton springen zu lassen. Wer weiß, vielleicht lassen sich ja die Gäste der Winterkulturtage überzeugen.

Wenn alle Künstler, die im Rahmen der Reihe auftreten, so gut drauf sind wie das Duo aus Hall, dann dürften die 20 Veranstaltungen wohl wieder zu einem Erfolg werden. Barbara Schunter, die Geschäftsführerin der Fremdenverkehrsgemeinschaft Schwäbischer Wald, berichtete, dass die Auslastung der Veranstaltungen der vergangenen Jahre bei sensationellen nahezu 83 Prozent gelegen habe. Die Reihe, die von der Kreissparkasse mit 10 000 Euro gesponsert wird, sei „beste Werbung“ für den Schwäbischen Wald. Der Landrat Richard Sigel sagte, Ziel sei auch die Kulturförderung in der Fläche.

Gemeindehalle Oppenweiler wird ein „veritables Ballhaus“

Geboten werden Konzerte, Comedy und Kulinarik ganz weit draußen – etwa ein Abend mit dem Mimen Sebastian Scheuthle am 22. Februar im Klosterhof in Großhöchberg, die Veranstaltung „Plaudernde Zauberkunst“ am 21. März im Waldhorn in Däfern, ein Konzert des Ensembles Brassbox am 15. Februar in der Hagmühle bei Alfdorf, ein Gig von Thomas Roth und Band am 14. März in der Alten Wagenremise in Welzheim und die Veranstaltung „Gruseliges in der Köhlerhütte“ in Großhöchberg am 7. März.

Die große Eröffnungsgala am Samstag, 24. Januar, beginnt um 20 Uhr in der Gemeindehalle Oppenweiler, die sich laut Aussage des Bürgermeisters der Kommune, Bernhard Bühler, in ein „veritables Ballhaus“ verwandeln werde. Zu den Höhepunkten des Abends gehöre ein Auftritt des Magiers Topas.

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