Fabian D. Schwarz (links) und Veit Hübner streichen das Casino neu. Foto: Meuer

Vor einem Jahr haben Veit Hübner und Fabian D. Schwarz die überregionale bekannte Kleinkunstbühne Casino in Kornwestheim übernommen. Nun ziehen sie eine Bilanz – finanziell ist noch Luft nach oben.

Kornwestheim - Es sind Monate voller Kunst und Musik gewesen, immer unterhaltsam, oft von erfrischender Leichtigkeit, manchmal anspruchsvoll: Ein gutes Jahr ist vergangen, seit Fabian D. Schwarz und Veit Hübner das Kornwestheimer Casino übernommen haben, seit Juni 2017 füllen sie die Kleinkunstbühne an der Aldinger Straße mit Leben. Allein in diesem Jahr waren bisher an die 50 Veranstaltungen angesetzt, während der Spielzeit oft zwei pro Wochen­ende. „Es macht noch Spaß“, sind sich der 34-jährige Fabian D. Schwarz und der ­49-jährige Veit Hübner einig.

Zu wenig Tickets im Vorverkauf

Allerdings verhehlen die zwei Betreiber nicht, dass es in Teilen – vor allem finanziell – auch ein schwieriges Jahr war. Ein ­halbes Dutzend der Veranstaltungen ist ausgefallen, weil zu wenige Tickets im Vorverkauf veräußert werden konnten. Grundsätzlich legen Schwarz und Hübner immer wieder Geld drauf. Die haben das Casino von Otmar Traber übernommen, der zuvor – selbst Kabarettist – vorrangig Kabarettkünstler verpflichtet hatte. Hübner und Schwarz passten das Programm an, holten mehr Musiker auch wegen ihrer persönlichen Vorlieben und Kontakte: Fabian D. Schwarz tritt selbst als Kabarettist auf, Veit Hübner ist Vollblutmusiker. „Dass hier Musiker auftreten, dass Bands auf der Bühne stehen, daran müssen sich die Leute vielleicht erst gewöhnen“, mutmaßt Schwarz, der auch die Erreichbarkeit und die Parkplatzsituation als problematisch analysiert hat.

Talkreihe mit Prominenten ist geplant

Nun wollen die beiden nachjustieren. Ob nicht „weniger auch mehr sein kann“ fragt sich Fabian D. Schwarz beispielsweise, auf dieVielzahl der Actsbezogen. Auch wolle man „mehr raus“, auf dem Stadtfest und anderen ­Veranstaltungen werben und auch stärker darauf hinweisen, dass das Casino angemietet werden kann. Angebote wie ein Wahlabo – dabei können sich die Abonnenten aus mehreren Veranstaltungen vier heraussuchen – sollen locken. Und für das kommende Frühjahr ist ein neues Format geplant: Eine Talkreihe mit Prominenten, die aber auch Kabarettelemente beinhalten soll. In einem Jahr dann, wollen die beiden erneut Bilanz ziehen.

Ein gutes Zeichen schon jetzt: Das Casino bekommt einen neuen Anstrich. Damit soll der äußere Anschein dem schönen Innenleben gerechter werden. Neue Gäste sind immer wieder erstaunt, wie schmuck die Kleinkunstbühne ist – wenn sie das Gebäude erst mal betreten haben. Bei der Sanierung packen Hübner und Schwarz selbst mit an, ebenso Mitglieder der Vereine, die im Casino ihr Domizil haben. Die Kosten übernimmt die Stadt als Vermieterin.

Den Saisonstart am 28. September bestreitet übrigens Otmar Traber mit seinem Programm „Wir schaffen das“.

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