Eurosport will den TV-Vertrag auflösen. Foto: imago images/Peter Hartenfelser

Lange wurde darüber spekuliert, nun scheint es fix: Eurosport will den laufenden TV-Vertrag mit der DFL kündigen – sehr zum Unmut von Karl-Heinz Rummenigge.

München - Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge von Rekordmeister Bayern München hat die Blockadehaltung von TV-Rechteinhaber Eurosport kritisiert. „Ich bedaure das Verhalten von Eurosport sehr, ja, ich finde es unanständig, dass man in einer Krise einen Vertrag aufkündigt“, sagte der 64-Jährige im Interview mit der Sport-Bild.

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Die Eurosport-Mutterfirma Discovery hat seinen Anteil an der letzten TV-Rate nicht bezahlt und will den Vertrag mit der DFL auflösen. Das US-Unternehmen soll sich angesichts der Coronakrise auf eine Sonderkündigungsklausel für den Fall von höherer Gewalt berufen. Eurosport hatte 2019 seine TV-Rechte an 45 Spielen pro Saison an den Streamingdienstleister DAZN verkauft, soll aber dem Vernehmen nach weiter die Hälfte der jährlich rund 80 Millionen Euro Kosten tragen.

Rummenigge glaubt an einen „großen Imageschaden“ für Eurosport mit langfristigen Folgen für den Sender: „Wer geht denn mit einem solchen Sender in der Zukunft noch eine Partnerschaft ein?“

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