Die deutschen Sprinterinnen Gina Lückenkemper und Tatjana Pinto hatten sich über Kameras in den Startblöcken bei der Leichtathletik-WM in Doha beschwert. Foto: dpa/Michael Kappeler

Der Leichtathletik-Weltverband reagiert auf die Kritik an Kameras in der Startblöcken. Zwei deutsche Sprinterinnen hatten die Aufnahmen als „sehr fragwürdig“ kritisiert.

Doha - Die Beschwerde der deutschen Sprinterinnen Gina Lückenkemper und Tatjana Pinto über die Kameras in den Startblöcken bei der Leichtathletik-WM in Doha hat zu einem Erfolg geführt. Wie der Deutsche Leichtathletik-Verband am Sonntag mitteilte, habe man mit dem Weltverband IAAF einen Kompromiss gefunden. Demnach werden die Bilder der sogenannten „upper cameras“ im TV-Kontrollraum des Khalifa-Stadions, im Fernsehen und auf der Stadion-Videowand erst groß gezeigt, wenn die Athleten im Block sitzen, teilte der DLV mit.

„Es wird nur die finale Blockstellung der Athleten gezeigt“, hieß es weiter. Zudem würden die Videodaten nicht gespeichert und täglich gelöscht. Der WM-Einsatz der neuen Kameras im Startblock ist nur bei den 100 Metern und im Hürdensprint vorgesehen. Die Idee der Startblockkamera sei es, die Kommunikation zwischen Athlet und Zuschauern durch eine neue Eventpräsentation zu verbessern.

Die beiden Sprinterinnen hatten diese Neuheit als „sehr fragwürdig“ kritisiert. „In den knappen Sachen über diese Kamera zu steigen, um in den Block zu gehen, finde ich sehr unangenehm“, begründete Lückenkemper ihren Einwand. Sie und Pinto schieden am Sonntag über 100 Meter im Halbfinale aus.

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