Heckler & Koch stellt unter anderem das Standardgewehr der Bundeswehr G36 her. Foto: dpa

Die Mitarbeiter des hoch verschuldeten Waffenherstellers Heckler & Koch arbeiten künftig mehr Stunden, ohne dafür bezahlt zu werden. Im Gegenzug verpflichtet sich das Unternehmen zu hohen Investitionen.

Oberndorf - Die Mitarbeiter des hoch verschuldeten Waffenherstellers Heckler & Koch arbeiten künftig mehr Stunden, ohne dafür bezahlt zu werden. Die Wochenarbeitszeit erhöht sich von 35 auf 37,5 Stunden, wie die IG Metall am Dienstag in Freudenstadt mitteilte.

Dem Lohnverzicht für diese Extraarbeit hatten die Mitglieder der IG Metall mit knapper Mehrheit zugestimmt. Zudem verzichten die Mitarbeiter in diesem Jahr und 2020 auf die übliche Einmalzahlung von 400 Euro.

Heckler & Koch verpflichtet sich zu Investitionen

Im Gegenzug verpflichtet sich die Firmenspitze nach Gewerkschaftsangaben zu hohen Investitionen. Zuvor hatte die „Schwäbische Zeitung“ über den Lohnverzicht berichtet.

Die Lage bei Heckler & Koch ist seit langem angespannt. Zwar ist die Auftragslage gut, und man macht sich berechtigte Hoffnungen auf einen Großauftrag der Bundeswehr - das Standardgewehr G36 soll gegen ein neues Modell ausgetauscht werden. Doch die Firma schrieb zuletzt rote Zahlen und der Schuldenberg bleibt hoch.

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