Im März lag die Arbeitslosenquote im Kreis bei 3,0 Prozent. Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Bislang sehen die Arbeitslosenzahlen im Kreis Ludwigsburg noch gut aus. Die Agentur für Arbeit geht allerdings davon aus, dass sich das bald ändern wird. Sie hat erste Anhaltspunkte dafür.

Kreis Ludwigsburg - Die Agentur für Arbeit geht davon aus, dass sich die Corona-Krise mit Sicherheit auch auf den Arbeitsmarkt im Kreis Ludwigsburg auswirken wird. Allerdings spiegeln sich die deutlich schlechteren wirtschaftlichen Bedingungen noch nicht in den Zahlen für den Monat März wieder. Das liege auch daran, dass die Daten bereits am 12. März erhoben wurden, vier Tage bevor die Ausbreitung des Virus und in der Folge die Maßnahmen der Politik die wirtschaftlichen Aktivitäten stark einschränkten, teilt die Arbeitsagentur mit.

Im Vergleich zum Vormonat ging die Arbeitslosigkeit im März sogar noch einmal zurück. Im Kreis Ludwigsburg waren insgesamt 9269 Personen arbeitslos gemeldet, das waren 199 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote lag, wie auch schon im vorangegangen Monat, bei 3,0 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 2,8 Prozent gelegen.

Kurzarbeitspläne als Indikator

Martin Scheel, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Ludwigsburg, sagt zur aktuellen Situation: „Unternehmen versuchen wie in der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008, ihre Beschäftigten über Kurzarbeit im Unternehmen zu halten.“ Allerdings sei die aktuelle Herausforderung um einiges größer. „Die staatlich angeordneten Schutzmaßnahmen lassen nicht nur Förderbänder in den Fabriken stillstehen, betroffen ist die gesamte Wirtschaft und das gesamte öffentliche Leben.“

Dass bei der Agentur bereits viele Unternehmen angezeigt haben, dass sie Kurzarbeit planen, könnte ein erster Indikator dafür sein, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt eintrüben wird.

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