Der Staubschutz kann weg: Porsche hat grünes Licht erhalten, den Verkauf seines Diesel-Cayenne wieder aufzunehmen. Foto: dpa

Wichtige Weichenstellung für Porsche in der Dieselaffäre: Die Blockade des Cayenne-Sechszylinders durch das Kraftfahrt-Bundesamt ist weg.

Stuttgart. - Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat das Verkaufsverbot über ein Dieselmodell des Porsche Cayenne nach drei Monaten aufgehoben und dem Konzern zugleich erlaubt, mit der Nachrüstung von europaweit 21 500 Fahrzeugen zu beginnen. Dies bestätigte ein Sprecher des Unternehmens den Stuttgarter Nachrichten und sprach von einem „wichtigen Meilenstein in der Diesel-Thematik“. Demnach darf der Hersteller den Cayenne 3.0-Liter-V6-Diesel ab sofort wieder als Neufahrzeug ausliefern.

Das Kraftfahrt-Bundesamt hatte Ende Juli ein Verkaufsverbot für neue Fahrzeuge dieses Typs verhängt, nachdem der Verdacht aufgekommen war, dass die Software so programmiert ist, dass bei Tests auf Prüfständen niedrigere Schadstoffwerte anfallen als auf der Straße.

Die 6000 betroffenen Besitzer in Deutschland werden vom 6. November an darüber informiert, dass sie die nun die freigegebene Software in der Werkstatt auf ihre Fahrzeuge aufspielen lassen können. Der Hersteller geht davon aus, die Nachrüstung bis Anfang des kommenden Jahres abgeschlossen zu haben. Der Beginn der Nachrüstung ist erst jetzt möglich, weil das KBA die Verwendung neuer Software zur Schadstoff-Reduzierung erst nach Genehmigung zulässt.

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