Die AfD vermutet Linksextremisten hinter der Randaleaktion. Foto: AfD Rems-Murr

In der Nacht auf Sonntag haben Unbekannte die Tür eines Hauses, in dem sich die AfD-Geschäftsstelle befindet, zugeklebt. Ein Briefkasten wurde mit Farbe und Bauschaum gefüllt.

Korb - In der Nacht auf den Wahlsonntag haben Randalierer das Büro der rechtspopulistischen AfD in Korb im Remstal heimgesucht. Wie die Polizei mitteilte, verklebten Unbekannte mit Sprühkleber die Schlösser, Türblätter und Zargen zweier Eingangstüren eines Wohn- und Geschäftsgebäudes, das sich in der Daimlerstraße befindet. Der Briefkasten des AfD-Büros, das sich im selben Gebäude befindet, wurde mit roter Farbe geflutet. Durch die überlaufende Farbe wurde auch die Fassade des Gebäudes besudelt.

Die Polizei schätzt den dabei entstanden Schaden auf rund 5000 Euro. Sie hat ihre Ermittlungen aufgenommen. Wer in der mutmaßlichen Tatzeit zwischen Samstag, 22 Uhr, und Sonntag, 9 Uhr, etwas beobachtet hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0 71 51/95 04 22 zu melden.

Der Vorfall erinnert an den Februar 2019

Die AfD hat sich in einer Mitteilung zu dem Vorfall geäußert. Sie vermutet „Straftäter aus dem vermutlich linksextremen Spektrum, der sogenannten Antifa“ am Werk. Der Briefkasten sei nicht nur mit Farbe, sondern auch mit Bauschaum gefüllt worden. Dadurch erinnert die Sachbeschädigung an den Februar 2019. Damals war der Briefkasten des Schwaikheimer AfD-Politikers Stephan Schwarz mit Bauschaum gefüllt worden. Es tauchte auch ein Bekennerschreiben auf der linksgerichteten Plattform Indymedia auf – ein solches gibt es in dem jüngsten Fall aus Korb noch nicht.

Die AfD kritisiert vor allem das Verkleben des Haustürschlosses: „Durch die Manipulation der Eingangstür wäre bei einem medizinischen Notfall oder auch im Brandfall der ungehinderte Zugang von Rettungskräften zu einer der Mietwohnungen erheblich erschwert gewesen“, so der stellvertretende Vorsitzende der AfD Rems-Murr, Lars Haise.

AfD kritisiert andere Parteien

„Gewalt und Anschläge gegenüber Andersdenkende können und dürfen wir nicht tolerieren, egal von welcher Seite dies ausgeht“, setzt der 32-Jährige fort. Die Fachstelle für Demokratieförderung und Rechtsextremismusprävention des Landkreises müsse umbenannt und sich künftig auch intensiv mit „Tätergruppen aus dem Antifa-Bereich beschäftigen“, ergänzt der AfD-Landtagsabgeordnete Daniel Lindenschmid. Er wirft der politischen Konkurrenz von CDU, SPD, FDP, Grünen und Linken vor, sich nicht klar genug von politisch motivierten Straftaten aus dem linksextremistischen Milieu zu distanzieren. „Wer hierzu weiter schweigt, macht sich zum Mittäter und darf sich nicht wundern, wenn die Gewaltspirale der Linksextremisten immer weiter zunimmt.“

  
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