Der Bauzaun am Kleinen Schlossplatz bleibt vorerst Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Das Baustellenmanagement zwischen Museumsarchitekten, Ämtern und Baufirma kommt einem Desaster gleich. Zumindest ist es in höchstem Maß erklärungsbedürftig, meint Josef Schunder.

Stuttgart - Auf dem Kleinen Schlossplatz ruht kein Segen. Der Muschelkalkbelag bröselt, seit der Platz in seiner jetzigen Gestalt vollendet und mit einem schönen Museumsbau veredelt wurde. Und ganz dicht ist der Platz auch nicht. In die Nebenräume des Museumswürfels, die unter dem Platz angeordnet sind, drang Feuchtigkeit ein, stellt sich jetzt heraus. Ob das nur an dem Glasoberlicht lag, das chronisch beschädigt war, oder an einer mangelhaften Abdichtung des Platzes nach unten, das ist noch zu klären.

Wer dachte, an diesem Freitag könnte das leidige Kapitel Oberlicht zu den Akten gelegt werden, der sieht sich getäuscht. Das Trauerspiel Kleiner Schlossplatz geht in die Verlängerung. Wahrscheinlich bis Dezember wird der Platz verbarrikadiert sein. Deutlich länger als geplant.

So darf ein Bauvorhaben dieser Art nun wirklich nicht ablaufen. Das Baustellenmanagement zwischen Museumsarchitekten, Ämtern und Baufirma kommt einem Desaster gleich. Zumindest ist es in höchstem Maß erklärungsbedürftig, ein Nachspiel im Gemeinderat unvermeidlich.

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