Google Street View: Wenn's was Neues gibt, wird erst mal gewarnt, sagt Wolfgang Molitor.  

Stuttgart - Wir sind dagegen! Vorsichtshalber. Wir sind gegen die Volkszählung, gegen die Rente mit 67, gegen den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan, gegen den Bau von Eishallen, gegen die Laufzeitverlängerung von Atommeilern, gegen zu viel qualifizierte Zuwanderung, gegen Körperscanner - jetzt natürlich auch gegen den Foto-Datendienst Google Street View. Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben.

Dort, wo sich Politik ändert und verändert, wo sich Technik weiterentwickelt und Altes durch Neues ersetzt wird, regt sich Widerstand. Allerorten. Dagegen sein ist Mode. Mit allerbester Absicht, selbstredend. Nur wer warnt, wird schließlich gehört. Hauptsache dagegen. Wer will schon angestrengt die Chancen erklären, wenn er routiniert die Risiken an die Wand malen kann?

Doch man gewinnt die Zukunft nicht, wenn man (zu viel) Angst vor ihr hat. Wenn man vor lauter eiliger Bedenken vergisst, Herausforderungen anzunehmen. Wer nur Nein ruft, weil ihm zum Ja der Mut und/oder die fachliche Qualifikation fehlt, mag die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich ziehen, mag für kurze Zeit für lange Schlagzeilen sorgen. Aber die Schwarzmaler sollten sich ernsthaft prüfen, bevor sie eitel warnen. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber.

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