Die vom Havariekommando zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt zwei kollidierte Schiffe rund 25 Kilometer vor der Nordsee-Insel Borkum. Foto: Havariekommando

Auf der Nordsee vor der ostfriesischen Urlaubsinsel Borkum sind zwei Frachtschiffe zusammengestoßen – beide Frachter verkeilten sich ineinander.

Cuxhaven - Nach Angaben des Havariekommandos in Cuxhaven gab es bei der Kollision der 115 Meter langen „Paksoy 1“ und der 82 Meter messenden „Eems Cobalt“ keine Verletzten. Beide Frachter verkeilten sich ineinander, wurden am Freitagmorgen jedoch mit Hilfe eines Schleppers getrennt.

Gefahr eines Untergangs bestand nicht

Laut Havariekommando bohrte sich der Bug der unbeladenen „Paksoy 1“ am Donnerstagabend 25 Kilometer nordwestlich von Borkum in die rechte Seite der mit 1800 Tonnen Magnesiumcarbonat beladenen „Eems Cobalt“. Diese trug ein Loch über Wasserlinie davon, blieb aber schwimmfähig. Die „Eems Cobalt“ fuhr nach dem Einsatz am Freitag aus eigener Kraft weiter ins niederländische Eemshaven, wobei sie von einem Schlepper und einem Spezialschiff der Behörden begleitet wurde.

21 Menschen an Bord

Die „Paksoy 1“ steuerte mit verbogenem Bug eine Warteposition vor der Wesermündung an. Dort sollte die Wasserschutzpolizei mit den Ermittlungen beginnen. Magnesiumcarbonat ist ein natürlich vorkommendes Mineralsalz und nach Behördenangaben kein Gefahrstoff. Auch Öl oder andere Betriebsstoffe traten nicht aus. Das Havariekommando setzte ein Überwachungsflugzeug ein, um dies zu überprüfen. Die „Paksoy 1“ fährt unter türkischer Flagge, die „Eems Cobalt“ ist in den Niederlanden registriert. An Bord der Schiffe befanden sich insgesamt 21 Besatzungsmitglieder.

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