Statt Glas ist auf dem Kleinen Schlossplatz jetzt Terrazzo zu sehen – und nach Einbruch der Dunkelheit gibt es Lichtspiele Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Wo einst ein Glasband als Oberlicht für Nebenräume des Kunstmuseums auf dem Kleinen Schlossplatz war, ist jetzt über Betonelementen ein Terrazzoband angelegt – und neuerdings gibt es dort nach Einbruch der Dunkelheit ein Lichtspiel von gut einem Dutzend LED-Lampen. Die Sache ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Stuttgart - Letzter Akt auf dem Kleinen Schlossplatz. Nachdem er rund 20 Monate lang eine Dauerbaustelle gewesen war, sind am Mittwochabend auf dem Platz neue LED-Lampen in Betrieb gegangen. Sie sollen für ein neues Ambiente sorgen, wo früher das chronisch kaputte Glasband für Ärger sorgte. Die Lampen sind eingelassen in einem Terrazzobelag, der den Verlauf des früheren Glasoberlichts markiert.

Zum Auftakt war die Atmosphäre ungewohnt. Das Terrazzoband und die Beleuchtung verbreiteten einen Hauch von Flughafenpiste hinter dem Kunstmuseum. Anders als die Befeuerung der Flughafenstartbahn werden diese Leuchten aber im Turnus aus- und eingeschaltet. Die Intensität der Beleuchtung und die Ausdehnung der Lichtelemente variieren.

Das Terrazzoband ist bereits seit vergangener Woche begehbar. Erste Skater hätten die glatte Piste schon entdeckt, sagt Winni Klenk von der Boutique Abseits. Der neue Belag und die Lampen sollten jedoch widerstandsfähiger sein als das Glasband, das ewig beschädigt war – weshalb es zur Schließung des Oberlichts mit Betonelementen und Terrazzo gekommen war. Ob die neue Gestaltung die zwei Millionen Euro wert ist, die die Stadt aufwenden musste, dürfte aber noch heiß diskutiert werden.

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