Stadt Stuttgart investiert rund 6,8 Millionen Euro in Kitas Foto: dpa

Mehr als 3000 Plätze zur Betreuung von Kindern bis zu drei Jahren entstehen in Stuttgart in den nächsten Jahren neu. Ist der Ausbau abgeschlossen, würde die Stadt den Bedarf nach heutigem Stand zu 59,5 Prozent abdecken.

Stuttgart - Die Landeshauptstadt steuert mit ihren jüngsten Ausbauplänen für die Kleinkindbetreuung auf eine Bedarfsdeckung von fast 60 Prozent zu. Dazu investiert sie rund 6,8 Millionen Euro insgesamt, sowohl in den städtischen Kitas als auch in die Unterstützung der kirchlichen und freien Träger.

Alle vom Gemeinderat einmütig beschlossene Vorhaben sollen nach Angaben der Sozialverwaltung „in den nächsten Jahren“ abgeschlossen sein. Dann stehen insgesamt 9561 Plätze zur Betreuung von Kleinkindern im Alter bis drei Jahren zur Verfügung. Zum 1. März 2014 lebten 16 068 Kinder in diesem Alter in Stuttgart, 10 735 davon sind zwischen ein und drei Jahren und haben damit einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz.

Was die Stadt als Bedarf definiert, ergibt sich aus der Zahl der Kinder, die bereits für einen Kita-Platz angemeldet sind. Im März 2014 waren das 3422 Kinder. Inzwischen sind laut Jugendamt circa 600 weitere Kleinkinder hinzugekommen, so dass sich zum Stand von heute die Wartelisten durchaus verlängert haben könnten. Die absoluten neuen Zahlen liegen allerdings erst im Herbst diesen Jahres vor.

Die Verwaltung hat am Montag im Jugendhilfeausschuss einen Zwischenbericht über den Platzausbau gegeben. Demnach können unter Berücksichtigung aller bereits beschlossenen Vorhaben weitere 2900 Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren geschaffen werden.

Das Gremium befürwortete darüber hinaus auch die Umstellung etlicher Angebote: Statt Hortbetreuung oder Plätzen für über Dreijährige wird es künftig Kleinkindplätze geben. Diese Veränderungen sollen von September an vollzogen sein, während die Stuttgarter Eltern auf den weiteren Ausbau auf die dann rund 10 000 Plätze noch warten müssen.

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