Provisorisch gefertigte Schilder weisen inzwischen auf die Gefahr an den Bürgerseen hin. Foto: Pressefoto Horst Rudel

Weil eine Spaziergängerin drei kleine Krokodile gesehen hat, sind die Kirchheimer Bürgerseen aus Sicherheitsgründen vorsorglich gesperrt worden.

Kirchheim - Große Aufregung an den Kirchheimer Bürgerseen. Polizei und der Vollzugsdienst haben am Mittwoch rund 60 Erholungssuchende aufgefordert, den See und den angrenzenden Uferbereich zu räumen. Weil eine Frau am späten Abend des Dienstags, 18. Juni, am Unteren Sees drei kleinere Krokodile gesehen haben will, sind die Bürgerseen aus Sicherheitsgründen mit sofortiger Wirkung gesperrt.

Einer Mitteilung der Stadt Kirchheim zufolge haben mehrere Polizeibeamte noch am selben Abend und am Morgen des 19. Juni den beliebten Badesee und das umliegenden Gelände abgesucht. Hinweise auf Krokodile oder ähnliche Reptilien seien nicht entdeckt worden. Um jegliche Gefährdung für Besucher des Areals auszuschließen, ist der Zugang zum Bereich rund um die Seen umgehend abgesperrt worden. Außerdem informieren inzwischen angebrachte Schilder über die Sicherheitsmaßnahme.

„Wir gehen auf Nummer sicher“, sagt Dennis Koep, der Pressesprecher der Kirchheimer Stadtverwaltung. Seinen Worten zufolge hat die Stadt schon Kontakt zu einer Krokodil-Expertin der Stuttgarter Wilhelma aufgenommen. Deren Empfehlung folgend sollen jetzt die Angler ein besonderes Auge auf das Geschehen im See werfen.

„Auch die Polizei und der Vollzugsdienst wird in den nächsten Tagen ständig vor Ort sein und das Verbot kontrollieren“, so Koeb. Der Fahrradweg entlang der Seen ist seinen Worten zufolge nach wie vor befahrbar. Die Sperrung des Gebiets dauert voraussichtlich bis mindestens Montag, 24. Juni.

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