Die junge Stuttgarterin Nida Freudenreich weiß genau was sie will. Foto: Lichtgut/Julia Schramm

Sie ist gerade mal 19, studiert in Zürich, modelt in New York und jetzt ist der erste Film mit ihr als Schauspielerin im Kino. Den Namen sollte man sich merken.

Stuttgart - Ihr Name ist so außer- wie ihre Karriere ungewöhnlich: Lida Freudenreich ist erst 19 und bereits seit Jahren international als Model gebucht – außerdem studiert sie in Zürich Architektur, und jetzt ist der erste Film mit der Stuttgarterin als Schauspielerin in den Kinos. Er ist ein Mix aus Dokumentation und Spielfilm und heißt „All I Never Wanted“, „Alles was ich niemals wollte“. Lida spielt darin das Model Nina, gedreht wurde teils im Studio in München und teils auf der Fashion Week in Mailand., wo Lida bei Castings war und auf Catwalks lief. Dennoch ist der Filmtitel so ziemlich das Gegenteil ihres echten Lebens. „Mein Kindheitstraum war die Schauspielerei“, sagt sie. Und auch alle anderen Ziele hat die junge Frau offensichtlich zielstrebig umgesetzt.

Vor der Kinopremiere in ihrer Heimatstadt, im Cinema, ist Lida Freudenreich dann aber doch etwas mulmig zu Mute. „Da kommen so viele Leute die ich kenne“, erzählt sie kurz vorher im „5“ bei einem Kaffee. Sie ist gerade mit dem Zug aus Zürich angekommen, wo sie mit der Abgabe der Schlusspräsentation ihr erstes Semester an der Eidgenössischen Technischen Hochschule abgeschlossen hat. „Das war ganz schön hart, 50 Stunden Arbeit, sechs Stunden Schlaf, so sahen die letzten Wochen aus.“

Bereits als Kind vor der Kamera

Jetzt sitzt sie hoch konzentriert im Café und hat mit dem Klischee einer munter drauflos plappernden Nachwuchsschauspielerin so ziemlich gar nichts gemein. Lida Freudenreich wirkt auf den ersten Blick eher schüchtern. Dabei weiß sie ganz genau was sie will. Ein gutes Abitur zu machen war für sie eine „Selbstverständlichkeit“ – übrigens am Königin-Katharina-Stift. Das Modeln, etwa in Paris lief während der Schulzeit nebenbei. Bereits als Kind stand sie vor der Kamera. Sie betont, dass ihre Eltern sie zwar immer unterstützt aber nie unter Druck gesetzt hätten. Ihre Mutter habe da wohl eher pragmatisch gedacht: Wenn das Kind schon so groß ist, dann soll das auch etwas nutzen. „So riesig zu sein, das war nicht immer cool“, sagt die Tochter, „aber die 1,80 wollte ich dann schon knacken.“ Selbstredend ist es ihr gelungen. Lida misst grazile 1,81 Meter.

Nach dem Abitur ist sie ein Jahr um die Welt gereist, um zu modeln. Und auch im Januar wird sie wieder in New York sein, sich sich bei Castings vorstellen „und dann hoffentlich arbeiten“. Das Leben in Zürich ist teuer. „Aber ich wollte schon immer von hier weg.“ Lida ist übrigens die Abkürzung von Lydia und wirklich ihr Taufname.

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