Christina Elsässer und Susanne Sonntag haben frischen Wind für die Arche Nora gebracht. Foto: Natalie

Frisch gestrichene Räume, neues Spielzeug und jede Menge Ideen: Das Familien- und Kinderzentrum Arche Nora in Leinfelden-Echterdingen startet neu durch – und hat sogar noch freie Plätze.

Leinfelden - Jede Menge Arbeit liegt hinter Christina Elsässer und Susanne Sonntag. Auch viele Eltern und andere Helfer haben in den vergangenen zwei Monaten an der Geranienstraße 11 kräftig angepackt. Das Ziel: das Leinfelder Kinder- und Familienzentrum Arche Nora wieder auf Kurs zu bringen.

Zu dem Zentrum gehört die betreute Spielgruppe Gartenzwerge. Es bietet mehrere offene Treffs für Eltern mit Babys und Kleinkindern sowie aus unterschiedlichen Kulturen an. Günstige Kleidung für Kinder gibt es dort ebenfalls: im Second-Hand-Laden Schatztruhe.

Elsässer und Sonntag haben vor einiger Zeit gemeinsam mit Ursula Krause den Vorstand des Vereins übernommen, der hinter der Einrichtung steht. Seitdem ist einiges passiert. Die Räume wurden mit Hilfe von Spendengebern – wie der Bürgerstiftung – in Schuss gebracht.

Spielen in liebevoller Atmosphäre

Die Wände sind frisch gestrichen, das Sofa neu bezogen. Mit Geld der Jürgen-Brixner-Stiftung wurden Spielsachen wie Puppen und ein Kaufladen gekauft. Eine neue Heizung wird dieser Tage eingebaut. Der Vermieter hat einen neuen Boden verlegt. Freundliche Logos, Flugblätter und Plakate sind entstanden. Im Netz findet sich eine ansprechende Internetseite.

„Wir wollten eine liebevolle Atmosphäre schaffen“, sagt Christina Elsässer, deren Kind selbst die Spielgruppe Gartenzwerge besucht. Montag-, Mittwoch-, und Freitagvormittag werden dort Mädchen und Jungen im Alter von 18 Monaten bis drei Jahren – von 8.30 bis 12.30 Uhr – betreut. Mütter und Väter erhalten so etwas Zeit für sich oder können an drei Tagen die Woche zumindest ein paar Stunden lang arbeiten.

Bereits 1992 haben alleinerziehende Mütter die Arche Nora gegründet, um sich gegenseitig zu unterstützen und sich auszutauschen. Ein Bilderbuch stand für den Namen Pate. Ein Jahr später wurde aus der privaten Initiative ein Verein. „Die Arche Nora richtete sich damals ausschließlich an Frauen und Mütter“, sagt Susanne Sonntag. Sie wollte Treffpunkt und Anlaufstelle für Frauen aller Altersgruppen sein, informieren, beraten und Kontakte vermitteln.

Mittlerweile hat sich das Angebot zu einem Familien- und Kinderzentrum entwickelt. „Wir wollen auch Väter miteinbinden“, sagt Sonntag. Die Satzung wurde entsprechend geändert. In den vergangenen Jahren stand die Einrichtung aber immer wieder vor einer ungewissen Zukunft. Es mangelte an ehrenamtlichen Helfern. „Die Anmeldezahlen für die betreute Spielgruppe Gartenzwerge gingen zurück“, sagt Elsässer. Und das obwohl Kitaplätze in der Stadt fehlten.

Die Kleinen sollen auch im Garten toben dürfen

Mit frisch getünchten Räumen, neuen Spielsachen und jeder Menge frischer Ideen der Vorstandsfrauen soll sich dies wieder ändern. Elsässer und Sonntag möchten beispielsweise erreichen, dass die Spielgruppe nicht nur Gartenzwerge heißt, sondern dass die Kleinen auch im Garten spielen können. An einem Kompromiss mit den anderen Mieter und dem Vermieter wird gearbeitet. Geplant ist die Öffnungszeiten der Gruppe etwas auszuweiten. Möglicherweise wird es Veranstaltungen und Kurse für Eltern und Schwangere geben. An eine Zusammenarbeit mit dem Handel sowie der Musikschule ist gedacht. „Wir müssen sehen, wie sich alles entwickelt“, sagt Susanne Sonntag.

Am Mittwoch, 11. September, werden die Gartenzwerge erstmals in den frisch renovierten Räumen toben. In der Gruppe gibt es noch vier freie Plätze. Zudem wird eine Erzieherin in Teilzeit gesucht. Die Arche Nora ist unter www.archenora-le.de auch im Netz zu erreichen.

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