In den früheren Räumen einer Massagepraxis soll die Kita entstehen. Die Stadt will zwei Gruppen für je zehn Mädchen und Jungen einrichten. Foto: factum/Granville

Im Breitwiesenhaus soll bis Jahresende eine neue Kita entstehen. Die Baupläne dafür sind genehmigt. Für Umbauten im Haus sind zwei Millionen Euro veranschlagt.

Gerlingen - Von einem Mehrgenerationenhaus ist das Altenhilfezentrum in Gerlingen noch ein gutes Stück entfernt. Mit den Um- und Anbauten, die in wenigen Wochen beginnen sollen, ist der erste Schritt aber getan: Im Haus wird eine Tagesstätte für 20 Kleinkinder eingerichtet. Zudem werden die Aufenthaltsbereiche für die Wohngruppen der alten Menschen erweitert. Der zuständige Ausschuss des Gemeinderats hat die Umbaupläne genehmigt.

Der Bebauungsplan lasse die Umwandlung von ehemaligen Räumen einer Massagepraxis in Räume für eine Kita zu, erfuhren die Stadträte im Technischen Ausschuss des Gemeinderates von der Verwaltung. Dazu gehört auch ein Außengelände von gut 80 Quadratmetern. Die Stadt pachtet die vom Breitwiesenhaus umgebauten und eingerichteten Räume und ist der Träger der neuen Einrichtung für 20 Kleinkinder. Der Sozialausschuss des Gemeinderats hatte das Konzept in seiner jüngsten Sitzung einhellig begrüßt – auch wegen der Begegnung von Alt und Jung im Haus. Eine separate Zufahrt für die Kita gibt es nicht; Mütter und Väter, die ihr Kind mit dem Auto in die Einrichtung bringen, können den vorhandenen Parkplatz am Bergheimer Weg benutzen.

Pläne einstimmig genehmigt

Ebenfalls einstimmig genehmigte das Gremium die Anbaupläne – wenn auch mit kritischen Bemerkungen. So sind für Martin Nufer (Freie Wähler) die Anbauten an das 1978 eingeweihte Haus „hingeklebt“. Das Ganze solle „ein Gesicht haben“. Man sehe deutlich den anderen Baustil und die andere Bauzeit, so der Bürgermeister Georg Brenner. An zwei Flügeln des dreistöckigen Hauses, in denen Wohngruppen für alte Menschen untergebracht sind, sollen in der Höhe des Altbaus Erweiterungsflächen entstehen.

Diese sind nötig, um den Vorgaben des Heimgesetzes zu entsprechen. Danach sollen die Gruppen kleiner werden und größere Aufenthaltsbereiche erhalten. Eine Pflegegruppe, vor allem die für Menschen mit Demenz, soll künftig wesentlich weniger Bewohner haben als heute: Anstatt höchstens 36 sollen es künftig zwölf bis 18 sein. Zudem müssen Doppelzimmer aufgelöst werden; im Breitwiesenhaus sollen laut dem Geschäftsführer Falko Piest später maximal 138 Menschen leben; aktuell sind es 146 Plätze. Ein Ziel der Heimverordnung ist es auch, dass Heime kleiner werden und nur noch höchstens 100 Bewohner haben.

Kosten: zwei Millionen Euro

Laut Falko Piest sollen die Umbauten zwei Millionen Euro kosten, sie sollen auch mit Rücklagen finanziert werden. Baubeginn sei „hoffentlich noch vor den Sommerferien“. Die Anbauten wie die Umbauten für die Kindertagesstätte sollen zeitgleich bis zum Jahresende abgeschlossen sein. „Es ist mit der Stadt besprochen, dass die Kita Anfang Januar in Betrieb gehen soll“, so Piest. Während der Bauarbeiten könnten die Bewohner in ihren gewohnten Zimmern und Wohngruppen bleiben, „es ist keine Umquartierung nötig“. Das meiste spiele sich außerhalb des Hauses ab.

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