Kevin Großkreutz absolvierte insgesamt 26 Pflichtspiele für den VfB Stuttgart. Foto: dpa

Rund eineinhalb Jahre nach dem folgenschweren Skandal um Kevin Großkreutz hat der ehemalige Spieler des VfB Stuttgart erstmals über die verhängnisvolle Nacht in Stuttgart gesprochen. Der 30-Jährige gewährt dabei tiefe Einblicke.

Stuttgart - Es war Anfang März 2017, als die Zeit von Kevin Großkreutz beim VfB Stuttgart ein jähes Ende nahm. Aufgrund einer folgenschweren Prügelei in der Landeshauptstadt entschied sich die Vereinsführung damals, den Vertrag mit dem Weltmeister von 2014 aufzulösen.

Nun, rund eineinhalb Jahre später, ist der 30-Jährige beim Drittligisten KFC Uerdingen unter Vertrag und spricht erstmals über die verhängnisvolle Prügel-Nacht in Stuttgart. „Der Arzt im Krankenhaus hat gesagt, ich solle in die Kirche gehen und eine Kerze anzünden“, so der ehemalige VfB-Profi gegenüber dem Fußball-Magazin 11 Freunde. „Es hätte nicht viel gefehlt und in dieser Nacht wäre alles zu Ende gegangen.“

Großkreutz verteidigt sein Handeln

Noch heute erinnere sich Großkreutz, der mit Borussia Dortmund das Double feiern konnte, an die Nacht und die heftigen Schmerzen. „Es hat alles weh getan. Ich habe in der Nacht gespürt, wie sie mir mit einer Spritze das Blut aus dem Kopf zogen.“

Auch mit Blick auf das rechtskräftige Urteil des Landgerichts Stuttgart, bei dem die damals 18 und 17 Jahre alten Täter zu Haftstrafen verurteilt wurden, hat sich der ehemalige Nationalspieler geäußert. „Die Gerichte haben entschieden“, sagt Großkreutz. „Einen Freund lässt man nicht allein. So bin ich erzogen worden, so bleibe ich. Wenn meine Familie oder Freunde angemacht werden, dann stelle ich mich davor und lebe mit den Konsequenzen.“

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