Eine Meldepflicht gibt es bereits in vielen US-Bundesstaaten. Foto: picture alliance / dpa

Aus für das Beichtgeheimnis? Der US-Bundesstaat Kalifornien will katholische Priester zur Auskunft gegenüber Behörden verpflichten, wenn sie im Beichtstuhl über sexuellen Missbrauch an Kindern erfahren.

Washington - Der US-Bundesstaat Kalifornien will katholische Priester zur Auskunft gegenüber Behörden verpflichten, wenn sie im Beichtstuhl über sexuellen Missbrauch an Kindern erfahren. Wie der katholische Pressedienst CNS am Dienstag (Ortszeit) berichtete, gilt eine solche Meldepflicht zwar bereits in vielen US-Bundesstaaten, jedoch sieht das kalifornische Recht derzeit noch eine Ausnahmeregel für das Beichtgeheimnis vor.

Grenzen für alle Freiheiten

Dies soll durch eine Gesetzesinitiative des demokratischen Senators Jerry Hill geändert werden. Der kalifornische Senat hatte die Vorlage Ende Mai gebilligt, im September soll die Parlamentskammer abstimmen.

Es gebe Grenzen für alle Freiheiten, so Hill. Der Senator verwies dabei auf den Fall des australischen Priesters Michael McArdle, der in einer eidesstattlichen Erklärung 2003 erklärt hatte, innerhalb von 25 Jahren mehr als 1.000 Mal gegenüber 30 verschiedenen Beichtvätern eingestanden zu haben, dass er Kinder missbraucht habe.

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