Früh übt sich, wer eine meisterliche Gardetänzerin werden will: Für den Spaß während der Kampagne müssen die Kinder das ganze Jahr über hart trainieren. Foto: Ina Schäfer

Die Schwarzen Husaren Vaihingen sind vor 44 Jahren an den närrischen Start gegangen. Die Schatzmeisterin spricht von einer „Husarenfamilie“.

Vaihingen - Für gewöhnliche Vereine eine unbedeutende Zahl, für eine Karnevalszunft ein Grund zu Feiern: die Schnapszahl 44. Im Jahre 1968, vor genau 44 Jahren, wurden die Schwarzen Husaren Vaihingen gegründet. Natürlich werden bei Narren Jubiläen im Elfjahresrhythmus gefeiert. Walter Scharr ist eines der Gründungsmitglieder und heute noch aktiv am Vereinsleben beteiligt. Er betreut die Mitglieder der Schwarzen Husaren und ist außerdem im Präsidium des Festkomitees Stuttgarter Karneval. Auch beim Husarenball, der größten Veranstaltung während des Vaihinger Faschings, der in der vergangenen Woche stattfand, war er da, um die Mitglieder tatkräftig zu unterstützen.

Unterstützung wird in dem Verein großgeschrieben, alle packen mit an, wenn der Fasching auf Hochtouren läuft. Jedes Mitglied der Schwarzen Husaren ist mit Engagement und Spaß an der Sache. Auch wenn es stressig ist, wird nach den Veranstaltungen noch zusammen gefeiert. Michaela Erhardt spricht deshalb von ihrer „Husarenfamilie“. Erhardt ist Schatzmeisterin bei den Husaren und seit 1982 Mitglied des Vereins. Zwanzig Jahre lang hat sie in der ersten Garde getanzt.

Vor fünf Jahren hat der Verein Zuwachs bekommen

Wie anstrengend so ein Fasching also sein kann, davon kann sie ein Lied singen. Beine in die Luft schwingen, Spagat sowie die komplizierten Choreographien der Marsch- und Schautänze verlangen Kraft und Kondition. Jede Woche wird deshalb trainiert – auch außerhalb der Saison – um danach für die Auftritte bei eigenen Veranstaltungen sowie für die bei befreundeten Zünften fit zu sein. Auch beim Husarenball in der vergangenen Woche musste die Truppe nach ihrem Marschtanz direkt zum nächsten Ball. Trotzdem: Wer gerne mitmachen möchte, muss keine Vorkenntnisse mitbringen, sondern steigt gleich bei den Könnern mit ein. Kinder und Jugendliche üben in den Wichtel-, Kinder- und Jugendgarden für die große Faschingsbühne.

Michaela Erhardt ist zwar nicht mehr aktiver Bestandteil der Garden, dafür spielt sie in einer anderen, nicht minder populären Gruppe eine wichtige Rolle: dem Männerballett. Seit mehr als 15 Jahren trainiert sie das Ensemble, wobei sie den Männern für jede Kampagne, wie die Faschingssaison im Fachjargon genannt wird, eine neue Choreographie beibringt. Getanzt wird immer unter einem bestimmten Motto, viel Wert legt man deshalb auf die Kostüme, die ihren Teil zum Charme des Männerballetts beitragen.

Vor fünf Jahren hat der Verein außerdem Zuwachs bekommen: von den Vaihinger Fegern. Mit Besen und selbst gebastelten Instrumenten sorgt die aus Mitgliedern aller Altersgruppen bestehende Rhythmusgruppe für handgemachte Musik während der Kampagnen. Den Kinderfasching betreuen die Clowns des Vereins rund um die Symbolfigur August und machen damit die Husarenfamilie komplett.

Anschrift Paradiesstraße 75, 70563 Stuttgart

Telefon 07 11/99 77 03 44

Mail kontakt@shv-stuttgart.de

Homepage www.shv-stuttgart.de

Vorsitzender Klaus Schapelt

Gründungsjahr 1968

Mitgliederzahl rund 220

Abteilungen Husarengarde,Juniorengarde, Kindergarde,Wichtelgarde, Clowns,Männerballett, Vaihinger Feger

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