In der Fragestunde des Bundestages hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch eine enge klimapolitische Kooperation mit Frankreich und den Niederlanden angekündigt. Foto: dpa

Kanzlerin Angela Merkel setzt beim Klimaschutz kurzfristig nicht auf EU-weite Reformen etwa des Zertifikatehandels und sucht stattdessen eine Lösung mit Frankreich und den Niederlanden – im August sind gemeinsame Kabinettssitzungen geplant.

Berlin - Im Bemühen um eine international abgestimmte Klimaschutzpolitik geht die Bundesregierung auf Frankreich und die Niederlande zu. Das Klimakabinett der Bundesregierung soll im August zu zwei Sondersitzungen jeweils mit Vertretern der beiden Nachbarländer zusammenkommen. Das geht aus einem Zeitplan der CDU-Parteizentrale hervor, der unserer Zeitung vorliegt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigte am Mittwoch im Bundestag eine Zusammenarbeit mit den Regierungen in Paris und Den Haag an, da ein gemeinsames Vorgehen aller EU-Staaten beim Klimaschutz schwierig sei.

Damit wird es den Sommer über insgesamt vier Sitzungen des Klimakabinetts geben. Mitte Juli ist eine Sitzung geplant, in der über verschiedene Gutachten beispielsweise zum Thema CO2-Steuer diskutiert wird. Im September schließlich sollen Grundsatzentscheidungen dazu fallen, wie die Bundesrepublik ihre für das Jahr 2030 gesetzten Klimaziele erreichen will.

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