Eine Party im Bernhäuser Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum wurde von der Polizei vorzeitig für beendet erklärt. Foto: Archiv /Jens Noll

Nachdem die Polizei eine Geburtstagsfeier im Jugendzentrum „Z“ in Filderstadt-Bernhausen beendet hat, wird über schärfere Mietbedingungen nachgedacht.

Bernhausen - Die Party war am Sonntagmorgen abrupt zu Ende. Gegen 1 Uhr löste die Polizei die Geburtstagsfeier von vier 18-Jährigen im Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum „Z“ auf.

Bereits gegen 23 Uhr waren die ersten Polizeibeamten angerückt, um Rangeleien beim Jugendzentrum zu beenden. Rund 30 junge Leute, die nicht eingeladen waren, hatten sich nach Auskunft der Polizei Zutritt zu der Feier verschaffen wollen, waren aber von den Veranstaltern abgewiesen worden.

Acht Streifenwagen im Einsatz

Als dann später, kurz nach Mitternacht, wieder 40 Menschen versuchten, in das Gebäude zu den rund 70 Feierenden zu kommen, wurde die Polizei erneut gerufen. Die Party sei dann gegen 1 Uhr aufgelöst worden, berichtet der Sprecher der Polizei, Olaf Wolfer. Es seien bis zu acht Streifenwagenbesatzungen im Einsatz gewesen. Ein 19-Jähriger sei bei den abermaligen Streitereien verletzt worden. Er habe eine blutende Wunde gehabt, die vor Ort vom Rettungsdienst versorgt worden sei.

Eigentlich hätten die vier 18-Jährigen bis um 2 Uhr morgens feiern können. Dies würden die Mietbedingungen so festlegen, sagt der Leiter des Jugendzentrums, Holger Stern, auf Anfrage. „Um 1 Uhr muss die Musik abgedreht werden.“ Dies geschehe aus Rücksicht auf die Nachbarn.

Das Jugendzentrum sei bei jungen Leuten als Ort zum Feiern sehr beliebt, sagt Stern. „Eine Fete in einer Kneipe ist für viele einfach zu teuer“, sagt er. Die Räume des „Z“ würden immer wieder dann, wenn keine Veranstaltung dort ist, vom Jugendhausverein an Jugendliche vermietet. Weil man wisse, dass 18-Jährige gern wild feiern würden, habe man in den Mietbedingungen festgelegt, dass die Mieter mindestens 21 Jahre alt sein müssen. Deshalb sei im vorliegenden Fall ein Bekannter der Geburtstagskinder der Veranstalter der Fete gewesen.

Security verpflichten?

Offenbar sei der Partytermin über die sozialen Medien verbreitet worden, sagt der Jugendhausleiter. Deshalb seien die Gäste auch nicht willkommen gewesen. Er habe jetzt allerdings auch kein Patentrezept für solche Situationen. Man müsse aber darüber nachdenken, ob die Mietbedingungen verschärft werden.

Eine Möglichkeit, um die Party sicherer zu machen, sei die Verpflichtung einer Security-Firma durch den Veranstalter. „Es sei auch denkbar, dass man die Teilnahme von Eltern an den Feiern zur Pflicht mache. „Das Problem ist aber, dass die Jugendlichen eigentlich ohne Erwachsene feiern wollen“, sagt Stern.

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