Die Landessiegerinnen Katharina Häußler und Annalena Pleß (von links). Foto: Sascha Sauer

Beim 51. Landeswettbewerb „Jugend forscht“ gibt es eine Rekordbeteiligung. Die originellen Ideen der Forscher reichen vom Schlüsselfinder über eine intelligente Cocktailmaschine bis zur Urknall-Gurke.

Fellbach - Wer ständig seine Schlüssel verlegt, sollte schnell Kontakt mit Katharina Häußler und Anna-lena Pleß aufnehmen. Die beiden Schülerinnen vom Königin-Charlotte-Gymnasium in Stuttgart kennen dieses Problem und haben deshalb eine App für Smartphones entwickelt, mit der man verlegte Gegenstände wiederfinden kann. Für dieses Projekt gab es beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ einen ersten Preis.

138 Schüler präsentieren ihre Arbeiten

Insgesamt 138 Schüler haben am Freitag ihre Arbeiten in der Schwabenlandhalle präsentiert. Sie hatten sich zuvor in den zehn Regionalwettbewerben für den Landeswettbewerb in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik qualifiziert.

Die Leiterin des Landeswettbewerbs, Marianne Rädle, vermeldete einen Rekord: „Mit 1523 Teilnehmern und 748 Projekten ist es der größte Landeswettbewerb, den wir je hatten.“ Ebenso freute sie sich darüber, dass inzwischen ein Drittel der Teilnehmer Mädchen sind.

Den Schlüssel über Google Maps orten

So wie die beiden Preisträgerinnen, die verlorene Gegenstände mit dem Smartphone aufspüren können. „Ich kam früher immer in Panik, wenn ich meinen Schlüssel nicht finden konnte“, sagte Annalena Pleß. Doch das ist jetzt Vergangenheit. Dank eines Transmitters, der über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist, lassen sich verloren geglaubte Dinge wieder finden. „Das Handy meldet sich, wenn sich Besitzer und Gegenstand zu weit voneinander entfernen“, erklärte Katharina Häußler. Ebenso lässt sich über Google Maps der Wertgegenstand orten.

Josua Janus und Max Frankenhauser (von links). Foto: Sascha Sauer
Auch Josua Janus und Max Frankenhauser vom Max-Planck-Gymnasium in Lahr gehören zu den 17 Jungforschern, die sich jetzt für das Bundesfinale von „Jugend forscht“ qualifiziert haben. Sie wurden Landessieger im Fachgebiet Technik. Die beiden Schüler haben ein System zur Stabilisierung von Kameras gebaut. „Wir sind Hobbyfilmer und haben uns immer an den verwackelten Bildern gestört“, erklärte Josua Janus. Und weil sie nicht wie in Hollywood teure Schienen und Kamerakräne aufbauen können, haben sie sich eine eigene Konstruktion gebaut. „Die von uns programmierte Steuerplatine sorgt dafür, dass Störbewegungen ausgeglichen werden“, sagte Max Frankenhauser.

Eine intelligente Cocktailmaschine gibt es auch

Die Ideen der Forscher reichen von einer intelligenten Cocktailmaschine über einen Roboterhund für Sehbehinderte bis zum automatischen Scheibenreiniger für Aquarien. Die Teilnehmer bei „Jugend forscht“ seien die Forscher von morgen, sagte Christoph Kübel, der Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH, die traditionell den Landeswettbewerb ausrichtet.

Im Fach Physik überzeugten Sonja Gabriel und Hannes Hipp die Jury. Mit ihrem Projekt „Urknall-Gurke“ landeten sie auf dem ersten Platz. Die beiden 17-Jährigen sind am Schülerforschungszentrum Südwürttemberg in Bad Salgau der Frage nachgegangen, warum eine Essiggurke trotz anliegender Wechselspannung nur immer auf einer bestimmten Seite zu leuchten beginnt. Die beiden Forscher sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es daran liegt, wie die Elektroden an der Gurke befestigt werden. „Auf der Seite mit dem größeren Widerstand leuchtet die Gurke“, erklärte Hannes Hipp.

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