Joy Anders aus Süßen (Zweite von links) demonstriert drei jungen Besucherinnen, wie sie kosmetische Produkte auf winzige Plastikbestandteile untersucht hat. Foto: Horst Rudel

Beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ in Donzdorf sind in zwei Altersklassen insgesamt sieben erste Preise vergeben worden. Sogar für Tischtennisspieler gibt es die Lösung für ein leidiges Problem.

Donzdorf - Der Samstag ist für die Kinder und Jugendlichen die Kür gewesen: Natürlich wollten sie ihre Forschungen und Entwicklungen den Besuchern in der Donzdorfer Lautertalhalle präsentieren. Ihre „Pflicht“ in den Altersklassen „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“ hatten die Zehn- bis 14-Jährigen beziehungsweise die 15- bis 21-Jährigen jedoch schon in den Wochen zuvor absolviert und bereits am Freitag den Juroren gezeigt.

60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus einem Bereich zwischen Heidenheim und Karlsruhe sowie zwischen Reutlingen und Heilbronn hatten sich für den regionalen Vorentscheid, der in Kooperation mit dem Salacher Maschinenbauer Emag ausgerichtet wurde, angemeldet. Die Beiträge in den Kategorien Biologie, Chemie, Arbeitswelt, Technik, Physik und Mathematik/Informatik waren dabei nicht nur sehr fundiert, sondern teilweise auch recht kurios. Da wurde ein warmes Kissen vorgestellt und ein ultrakompaktes Arbeitswerkzeug für Schule und Büro. Es galt Klebstoff aus Bananenschalen zu testen und Verpackungen aus Gelatine statt aus Plastik.

Schülerin aus Süßen ist vorne dabei

Apropos Plastik: Einer der sieben ersten Preise, die vergeben wurden und zur Teilnahme am Landeswettbewerb berechtigen, ging an Joy Anders aus Süßen. Die 13-Jährige, die das Donzdorfer Rechberg-Gymnasium besucht, hatte in akribischer Laborarbeit den Nachweis erbracht, dass sich in etlichen Kosmetika Mikroplastikteile befinden, die dort, etwa wegen des besseren Peeling-Effekts, womöglich sogar bewusst verwendet werden. „Und ich habe alternative Möglichkeiten gefunden“, sagte sie.

Großes Interesse haben auch Simon Bantle, Markus Reinig und David Bachmann aus Ostfildern auf ihr Projekt gelenkt. Die drei Nachwuchsforscher hatten es geschafft, aus Glucose Strom zu gewinnen. Ein erster Preis ging zudem an Tim Grabowski aus Reutlingen und Robin Dorau aus Eningen für ihren geländetauglichen Kamerakran. Die restlichen Erstplatzierten kommen aus Stuttgart: Nick Pfeiffer hat ein „intelligentes“ Fenster gebaut und Moritz Kullmann einen Tischtennisball-Aufsammelroboter. Sein Bruder Theo Kullmann untersuchte Klangkörper mit Hilfe einer Spannvorrichtung, während Mia Begovic und Ria Rosenauer dem sogenannten Leidenfrost-Effekt nachspürten. Dabei geht es um das Phänomen, dass Wassertropfen auf heißem Untergrund tanzen.

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