Die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg ist im März deutlich zurückgegangen. (Symbolfoto) Foto: dpa

Das kleine Zwischenhoch zu Jahresbeginn war schon im Februar überwunden, nun ist die Arbeitslosigkeit noch weiter gesunken. Von den Spitzenwerten des Vorjahres ist der Südwesten aber immer noch ein Stück entfernt.

Stuttgart - Die Arbeitslosenzahl im Südwesten sinkt wieder deutlich stärker. Im März waren landesweit gut 200 700 Menschen ohne Job. Das waren rund 7000 oder 3,4 Prozent weniger als im Februar. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Stuttgart mitteilte, sank die Quote von 3,4 auf 3,3 Prozent. Sie lag damit immer noch leicht über dem Niveau, das zum Ende des Jahres 2017 erreicht worden war. Im Januar hatte es einen saisontypischen Anstieg der Arbeitslosenzahl gegeben, seit Februar geht es wieder abwärts - zunächst nur leicht und jetzt wieder stärker.

Auch der Vergleich mit dem Frühjahr 2017 fällt deutlich aus. Damals hatte es im März fast 21 800 Arbeitslose mehr gegeben als jetzt. Die Quote lag bei 3,7 Prozent. Anders als noch im Februar geht nun auch die Arbeitslosigkeit bei jungen Leuten wieder zurück. In der Altersgruppe bis 25 Jahre sank die Quote von 2,6 auf 2,5 Prozent. Die Gruppe war die einzige gewesen, bei der es im Februar gegen den allgemeinen Trend noch einen Anstieg gegeben hatte.

Positive Lage auf dem Arbeitsmarkt

Die insgesamt positive Lage auf dem Arbeitsmarkt bringt einige Unternehmen zunehmend in Schwierigkeiten. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibe hoch, betonte die Arbeitsagentur. „Um den großen Bedarf an Fachkräften decken zu können, müssen alle Potenziale auf dem Arbeitsmarkt gesichert werden“, appellierte Agentur-Chef Christian Rauch. „Auch lohnt es sich, in die Aus- und Weiterbildung der Menschen zu investieren.“

Gut 109 200 unbesetzte Arbeitsplätze waren zum Monatsende gemeldet. Das sind den Angaben zufolge 13,7 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. Rein rechnerisch kommen damit auf jede freie Stelle 1,8 Arbeitslose. Ende März 2017 waren es 2,3.

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