Der britische TV-Starkoch Jamie Oliver hat nach eigenen Angaben mehr als 37 Millionen Kochbücher verkauft, die in 36 Sprachen übersetzt wurden. Foto: dpa

Hoch geflogen, tief gefallen: der britische Fernsehkoch Jamie Oliver hat finanzielle Probleme. Sein Schuldenberg ist inzwischen so hoch, dass ihn das seinen Status kosten könnte.

Stuttgart/ London - Vielleicht hätte sich Jamie Oliver öfter von der Herdplatte weg bewegen und seinem Bankberater ein paar Besuche mehr abstatten sollen. Bei so viel Geld wie der bekannte britische TV-Koch angehäuft hat, kann man schließlich schnell den Überblick verlieren. Jamie Oliver galt bislang aus finanzieller Sicht als einer der erfolgreichsten Köche weltweit. Sein Vermögen wurde auf umgerechnet 180 Millionen Euro beziffert. Doch seine Restaurantkette scheint ein finanzielles Desaster zu sein. Die zuletzt veröffentlichten Geschäftszahlen für die Kette wiesen für das Jahr 2016 einen Nettoverlust von 9,4 Millionen Pfund aus, der Umsatz schrumpfte laut der „F.A.Z“ um drei Prozent auf knapp 113 Millionen Pfund.

Zwölf Restaurants müssen schließen

Dann ging im Januar auch noch sein Magazin „Jamie“ pleite und der 42-Jährige kündigte an, dass er aufgrund finanzieller Probleme zwölf seiner insgesamt 37 Restaurants der Kette „Jamie’s Italian“ schließen müsse. Aktuell soll sich Olivers Schuldenberg auf 71,5 Millionen Pfund (umgerechnet rund 83 Millionen Euro) belaufen. Eine Summe, die den Koch nun seinen Status kosten könnte. Wie die britische „Daily Mail“ aktuell berichtet, schaffte es der TV-Koch in diesem Jahr nicht mehr auf die Liste der 1000 wohlhabendsten Briten. Seit 2010 war er sonst jährlich darauf zu finden. Vermutlich die Konsequenz aus Kreditschulden, Mietschulden, offenen Rechnungen und ausstehenden Gehaltszahlungen.

Aktivist für eine gesündere Ernährung

Jamie Oliver hat nach eigenen Angaben mehr als 37 Millionen Kochbücher verkauft, die in 36 Sprachen übersetzt wurden. Seine Kochsendungen werden international ausgestrahlt. Bekannt geworden ist er auch als Aktivist für eine gesündere Ernährung. So startete er Kampagnen für bessere Schulmahlzeiten und forderte eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke.

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