Jaqui und Riccardo sind von einem 21-jährigen Jaguarraser totgefahren worden. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Nach dem Verteidiger des vom Stuttgarter Landgericht zu fünf Jahren Gefängnis verurteilten Jaguarrasers hat nun auch der Nebenklage-Vertreter des getöteten Riccardo Revision beantragt. Die Anwälte und die Eltern seiner ebenfalls getöteten Freundin Jaqui hatten bereits am Dienstag Rechtsmittel angekündigt.

Stuttgart - Nach dem Verteidiger des vom Stuttgarter Landgericht zu fünf Jahren Gefängnis verurteilten Jaguarrasers hat nun auch der Nebenklage-Vertreter des getöteten 25-jährigen Riccardo Revision beantragt. Dies bestätigte Christof Müller-Holtz am Freitag unserer Zeitung. Zuvor hatte auch der Verteidiger des 21-jährigen Jaguarfahrers, Markus Bessler, erklärt, man werde das Urteil anfechten: „Wir legen Revision gegen das Urteil des Landgerichts ein“, sagte Bessler am Freitag auf Anfrage. Die Anwälte und die Eltern von Riccardos ebenfalls getöteten 22-jährigen Freundin Jaqui hatten bereits am Dienstag Rechtsmittel angekündigt und wollen gegen das Urteil im Prozess um den tödlichen Unfall vorgehen.

Staatsanwaltschaft legt keine Rechtsmittel ein

Die Staatsanwaltschaft legt laut ihrem Sprecher Heiner Römhild keine Rechtsmittel ein: „Wir haben die Urteilsbegründung geprüft, wonach der bedingte Tötungsvorsatz aus tatsächlichen Gründen nicht angenommen werden kann, und sehen keinen Anlass, Revision einzulegen.“ Nun wird sich voraussichtlich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mit dem Fall beschäftigen.

Das Stuttgarter Landgericht hatte den 21 Jahre alten Angeklagten am Freitag vergangene Woche zu fünf Jahren Jugendstrafe verurteilt. Außerdem wird ihm sein Führerschein für vier Jahre abgenommen. Die Richter sprachen den jungen Mann wegen verbotenen Autorennens mit Todesfolge schuldig. Angeklagt war er wegen Mordes. Bessler hatte für seinen Mandanten auf fahrlässige Tötung plädiert.

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