Most ist ein typisch schwäbisches Getränk. Foto: Pressefoto Horst Rudel/Archiv

Fruchtig und spritzig soll der schwäbische Cider den Gaumen kitzeln, das verspricht jedenfalls eine neue Interessengemeinschaft.

Kreis Göppingen - Gleich zwei Vertreter aus dem Landkreis machen sich für die neue Interessengemeinschaft Schwäbischer Cider stark, die in Ludwigsburg gegründet wurde: Die Unternehmerin Karin Stolz aus Bad Boll wurde zur Vorsitzenden gewählt, und der Wirtschaftsförderer im Kreis Göppingen, Alexander Fromm, verstärkt den Beirat.

Eine typisch regionale Spezialität

Die Erzeugergemeinschaft, in der sich Mostproduzenten aus den Landkreisen Göppingen, Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg, Rems-Murr sowie der Landeshauptstadt Stuttgart zusammengetan haben, möchte den Mostabsatz beleben und die landestypische Regionalspezialität bekannter machen. Sie verstehe sich als eine Plattform für Marketingaktivitäten und Produktinszenierungen, heißt es in einer Pressemitteilung. In den Vorstand wurden außerdem der Tübinger Hans-Peter Schwarz als stellvertretender Vorsitzender und Manfred Nuber aus Böblingen als Beisitzer gewählt. Damit seien im Vorstand sowohl traditionsreiche größere Betriebe wie auch Vertreter kleiner oder sich neu aufstellender Keltereiunternehmen präsent.

Das Produkt soll zu 90 Prozent aus Streuobst gewonnen werden

Die Gründung der Interessengemeinschaft hat sich aus dem Förderprojekt Most-Marketing des Verbandes Region Stuttgart entwickelt. Mit einer Kollektivmarke Schwäbischer Cider sollen neue Qualitätsstandards umgesetzt und die hiesige Cider-Kultur gefördert werden. Karin Stolz von der Kelterei Boller Fruchtsäfte möchte den fruchtig-spritzigen Cider gemeinsam voranbringen. Das neue Produkt soll zu 75 Prozent aus Direktsaft der Kernobstsorten Apfel und Birne bestehen. Außerdem wollen die Anbieter eine Herkunftsgarantie aus mindestens 90 Prozent Streuobstanbau oder vergleichbarem extensivem Vertragsanbau bieten. Damit zielt die Interessengemeinschaft auf das Qualitätszeichen Baden-Württemberg oder vergleichbare Qualitätssicherungssysteme ab, heißt es in der Mitteilung. Die Rohstoffe für den Schwäbischen Cider sollen aus Baden-Württemberg oder dem angrenzenden bayerischen Bezirk Schwaben stammen.

Zur Mitwirkung eingeladen

Weitere Erzeuger oder Förderer des Streuobstanbaus, die noch zu den 21 Gründungsmitgliedern dazustoßen möchten, können sich bis zum Jahresende zu den gleichen Konditionen wie die Gründungsmitglieder an der Interessengemeinschaft beteiligen. Nähere Informationen gibt es bei Projektkoordinator Alexander Fromm im Landratsamt Göppingen per E-Mail an a.fromm@lkgp.

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