Für Chanchal Lahiri, Künstlername Mandrake, endete der Zaubertrick unter Wasser tödlich. Foto: Screenshot YouTube/

Der indische Zauberer, der sich für einen Entfesselungstrick in einen Fluss versenken ließ, ist tot. Rettungstaucher fanden den Leichnam des 41-Jährigen nach stundenlanger Suche im Fluss Hooghly in der Millionenmetropole Kolkata.

Kolkata - Ein indischer Magier hat sein spektakuläres Entfesselung-Experiment in einem Fluss mit dem Leben bezahlt. Nach mehrstündiger Suche konnten Rettungskräfte den 41-Jährigen am Montagabend nur noch tot aus dem trüben Wasser des Hooghly-Flusses in Kolkata (früher Kalkutta) ziehen, wie die Zeitung „Times of India“ berichtete.

Gefesselt mit Stahlkette und Seil hatte sich der selbst ernannte Zauberer, der nach Medienberichten auch als Stuntman arbeitete, im Wasser versenken lassen, um sich aus eigener Kraft zu befreien. Doch der Trick im Stile des legendären Entfesselungskünstlers Harry Houdini schlug fehl – und eine stundenlange Suchaktion samt Tauchern blieb zunächst erfolglos.

Tod wohl selbst verschuldet

Zahlreiche Zuschauer hatten sich am Sonntag (Ortszeit) am Ufer des Flusses versammelt, als der Magier mit gefesselten Armen und Beinen in der Strömung verschwand und nicht mehr auftauchte.

Dem Bericht nach scheint der Magier mit dem Künstlernamen Mandrake seinen Tod selbst verschuldet zu haben: Ersten Ermittlungen zufolge hatte er keine angemessenen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und die Behörden weder über den Ablauf seines Kunststücks noch einen möglichen Plan B informiert.

Chanchal Lahiri, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, hatte sich Medienberichten zufolge schon 2013 bei einem ähnlichen Trick in einem Käfig im Fluss versenken lassen. Damals sei er von verärgerten Zuschauern angegriffen worden. Sie hätten ihm vorgeworfen, der Käfig sei mit einer falschen Tür ausgestattet gewesen.