Ein Jäger hat im Kreis Karlsruhe versehentlich seine Tochter erschossen. Foto: dpa

Ein Jäger aus Ettlingen wollte sich am Donnerstagabend auf zur Jagd machen, als sich noch in seinem Haus ein Schuss löste – mit tödlichen Folgen.

Ettlingen - Ein Mann hat seine 19 Jahre alte Tochter bei der Jagdvorbereitung in Ettlingen versehentlich erschossen. Der 56 Jahre alte Jäger wollte am Donnerstagabend aus seiner Wohnung im Kreis Karlsruhe aufbrechen, als sich aus noch ungeklärter Ursache ein Schuss aus dem Gewehr löste, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Karlsruhe mitteilten. Die junge Frau sei schwer verletzt ins Krankenhaus gekommen und dort wenig später gestorben.

Der 56-Jährige hat die Waffe legal besessen. Gegen ihn wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. So sei unklar, warum die Bockbüchsflinte schon in der Wohnung geladen gewesen sei. Laut den Unfallverhütungsvorschriften für die Jagd darf eine Waffe erst geladen werden, wenn die Jagd beginnt – das bedeutet umgekehrt, dass die Waffe zu Hause und auch auf der Hinfahrt keine Munition enthalten darf. Der Jäger muss seine Waffe auch entladen, wenn er einen Hochsitz besteigt oder im Wald ein Hindernis überwindet.

Laut Statistischem Bundesamt sind in Deutschland zwischen 2002 und 2015 jährlich zwischen sieben und 25 Personen durch Schusswaffen umgekommen. Die Zahlen beziehen sich allerdings nicht nur auf die Jagd, sondern auf alle legal und illegal erworbenen Waffen. In den meisten Fällen handelte es sich um Unfälle. Laut einer Liste der Tierschutzorganisation Peta gab es 2018 bundesweit vier tödliche Jagdunfälle.

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