Zahlreiche Koalas sind womöglich einem Buschbrand zum Opfer gefallen. (Symbolbild). Foto: dpa/Z1030 Federico Gambarini

In Australien ist die Buschbrand-Saison verheerend gestartet. Bei einem größeren Feuer an der Ostküste war nun ein Gebiet betroffen, in dem viele Koalas leben. Die Behörden befürchten das Schlimmste.

Canberra - Bei Buschbränden an der australischen Ostküste sind möglicherweise Hunderte Koalas in den Flammen verendet. Wildtierschützer hofften darauf, die Feuerzone am Donnerstag zu begehen und nach überlebenden Tieren suchen zu können. Das Feuer wurde am Freitag von einem Blitz in einem Wald in New South Wales ausgelöst, etwa 300 Kilometer nördlich der Metropole Sydney. Seither sind 2000 Hektar niedergebrannt. Zwei Drittel der Fläche sei von Koalas bewohnt gewesen, sagte die Präsidentin des Koalakrankenhauses in Port Macquarie, Sue Ashton.

„Wenn wir eine Überlebensrate von 50 Prozent haben, sind das etwa 350 Koalas, und das ist eine absolute Katastrophe“, sagte sie. „Wir hoffen, dass es nicht so schlimm sein wird, aber wegen der Intensität des Feuers und der Art und Weise, wie sich Koalas bei Feuer verhalten, haben wir nicht viel Hoffnung.“

Verheerender Start in die Buschbrand-Saison

Bei Waldbränden klettern Koala hoch in die Bäume und überleben, wenn die Feuerwalze unter ihnen schnell vorbeizieht. Die nun getroffene Koalapopulation war laut Ashton besonders gesund und genetisch divers. Koalas bevorzugen Eukalyptuswälder an der Küste, die zunehmend wegen Bauprojekten abgeholzt werden. Die Folge: Die Zahl isolierter Koalapopulationen steigt, in denen Inzucht herrscht und die Tiere krank sind.

Die Buschbrand-Saison in Australien ist in diesem Jahr besonders früh und verheerend gestartet. Im Frühling auf der Südhalbkugel sind die Temperaturen derzeit überdurchschnittlich hoch und die Niederschlagsmengen unter dem Durchschnitt. In großen Gebieten an der australischen Ostküste herrscht Dürre.

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