Android-Apps erhalten künftig in vielen Fällen nur Auskunft über bestimmte andere Anwendungen Foto: quietbits/Shutterstock.com

Entwickler müssen gegenüber Google künftig einen guten Grund angeben, wenn ihre Apps alle anderen installierten Anwendungen auf einem Android-Smartphone auslesen möchten.

Viele Apps sammeln unzählige Daten auf dem Smartphone eines Nutzers. Google möchte offenbar für mehr Privatsphäre der Nutzer sorgen und wird Anwendungen künftig untersagen, dass diese auslesen, welche anderen Apps auf einem Android-Gerät installiert sind - wenn dies nicht absolut notwendig ist.

Entsprechende Anfragen dürfen Apps künftig nur stellen, wenn Google nach einer Überprüfung feststellt, dass die volle Funktionsweise des Programms nur dann gegeben ist, wenn eine gesamte Liste der installierten Apps ausgelesen wird. Dies sei beispielsweise bei Antivirus-Programmen oder auch Dateimanagern der Fall.

Eingeschränkter Zugriff

Sollte es ausreichend sein, dass nur abgefragt wird, ob bestimmte Apps auf dem Smartphone vorhanden sind, soll auch nur nach diesen gesucht werden dürfen. Zudem sei es untersagt, dass Apps auf diese Weise erhobene Daten verkaufen oder zu analytischen Zwecken und für Werbezwecke teilen.

Eine Auflistung aller installierten Apps kann unter anderem Aufschluss über Dating-Vorlieben oder die politische Orientierung eines Nutzers geben. Die Änderungen sollen am 05. Mai in Kraft treten. Entwickler bereits angebotener Apps haben knapp einen Monat Zeit, um ihre Anwendungen entsprechend anzupassen.

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