Die Luca-App soll die Nachverfolgung von Infektionsketten erleichtern. Foto: imago images/Leonhard Simon

Noch ist auch in Stuttgart das Leben von Corona-Beschränkungen geprägt. Doch wie andere Kommunen bereitet sich auch Stuttgart auf künftige Lockerungen vor. Ein Schritt dahin: die Einführung der Luca-App zur einfacheren Nachverfolgung von Infektionsketten.

Stuttgart - Die Stadt Stuttgart setzt in der Pandemiebekämpfung auf die kostenlose Luca-App. Die App, die ab sofort nutzbar ist, soll dabei helfen, Infektionsketten besser und schneller nachzuverfolgen. Künftig sollen dadurch in der Stadt wieder mehr Freiheit und wirtschaftliche Perspektiven möglich werden.

Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) sagte, „die digitale Kontaktnachverfolgung durch Luca ist ein wichtiger Baustein bei möglichen Öffnungsschritten hin zur Normalität“. Der Erste Bürgermeister Fabian Mayer (CDU) betonte, durch den Einsatz der Luca-App „gewinnen wir wertvolle Zeit im Kampf gegen das Virus“. Auch wenn man noch weitgehend im Lockdown verharre, wolle man jetzt „die Voraussetzungen für Schritte zurück ins normale Leben schaffen“. So kann die App dazu eingesetzt werden, dass in der Gastronomie die aufwendigen Gästelisten überflüssig werden. Wichtig für den Erfolg der App sei, dass viele Menschen von dieser Gebrauch machen. Kritiker monieren, dass die von der App erfassten Daten zentral gespeichert werden und es Sicherheitslücken gebe.

Freigabe der Daten freiwillig

Die Anwendung der Luca-App ist einfach: Nutzer registrieren sich kostenlos mit Telefonnummer und Kontaktdaten. Betreten sie etwa ein Restaurant oder ein Geschäft, scannen sie den QR-Code des Betreibers oder dieser den QR-Code auf dem Handy der Nutzer. Dieser kurze Scan ersetzt das Ausfüllen von Kontaktlisten. Im Falle einer Infektion bekommt das Gesundheitsamt Zugriff auf die Daten, wenn die infizierte Person und der Betreiber ihre freiwillige Freigabe erteilt haben.

Unternehmen mit Kundenverkehr in Stuttgart, die derzeit geöffnet haben, können ab sofort ihre Standorte unter https://app.luca-app.de/ registrieren. Dies gilt für Teile des Einzelhandels und im Dienstleistungsbereich, ebenso für Arztpraxen. Aber auch Betriebe, die aufgrund der aktuellen Coronaschutzverordnung noch nicht öffnen können, sollten nach Ansicht der Stadt den Einsatz der App prüfen und sich mit dem System vertraut machen. Die App ist freiwillig, kostenlos und ist als Zusatz zur Corona-Warn-App gedacht. Die Stadt Stuttgart ist Modellkommune bei der Nutzung der Luca-App.

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