Hubert von Goisern im Filmporträt „Brenna ­tuat’s schon lang“ Foto: Verleih

Hubert von Goisern, der eigentlich Hubert Achleitner heißt, stellte schon in den 1990ern seine eigene Modekollektion vor und war damit dem neuen Trachtenboom weit voraus. Regisseur Marcus H. Rosenmüller zeigt ihn als Mann mit Haltung, der den Mund nicht halten will und der konsequent ­umsetzt, was ihm in den Sinn kommt.

Filmkritik und Trailer zum Kinofilm "Hubert von Goisern – Brenna tuat’s schon lang"

„Zieht den Rechten die Lederhosen aus!“, forderte er schon in den 1990ern, stellte seine eigene Modekollektion vor und war damit dem neuen Trachtenboom sehr weit voraus. Hubert von Goisern, der eigentlich Hubert Achleitner heißt und den Namen seiner Heimatgemeinde in Oberösterreich annahm, ist ein Bodenständiger, der immer wieder aufbricht, um dem Begriff der Volksmusik die Grenzen zu nehmen.

Der erfolgreiche bayerische Mundart-­Regisseur Marcus H. Rosenmüller („Wer früher stirbt ist länger tot“, „Beste Zeit“) hat ihn auf seinem Boot gefilmt, wie er angelt, hinausblickt aufs Wasser und seine Karriere an sich vorüberziehen lässt. Rosenmüller hat mit Menschen aus Goiserns Dorf gesprochen, mit seinen Wegbegleitern, seinem Lehrer, mit Volks- und Rockmusikern.

Manches ist ihm heute peinlich

Im Archivmaterial findet sich manches, was dem Alpenrocker heute peinlich ist – ein Auftritt in der TV-Show „Nase vorn“ zum Beispiel, moderiert von Frank Elstner. Von Goisern reiste nach Afrika und Tibet, er fuhr mit einem Schiff, das seine Bühne war, quer durch den Balkan die Donau hinab zum Schwarzen Meer und auf anderen Flüssen hinauf bis nach Rotterdam.

Nun ist er 62 Jahre alt. Rosenmüller zeigt ihn als Mann mit Haltung, der den Mund nicht halten will und der konsequent ­umsetzt, was ihm in den Sinn kommt. Ein gelungenes Filmporträt, nicht nur für die Freunde von Lederhosen.

Unsere Bewertung zu "Hubert von Goisern – Brenna tuat’s schon lang": 5 von 5 Sternen - anschauen lohnt sich!

Was sonst noch im Kino in Stuttgart läuft, finden Sie in unserem Kino-Programm.

Mehr Input gefällig? Unsere Rezension des Dokumentarfilms "10 Milliarden - Wie werden wir alle satt?".

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