Die neuen Filter an der Hohenheimer Straße sollen die Luftbelastung verringern. Dort steht eine Messstelle. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Auch an der Hohenheimer Straße stehen nun die Filtersäulen, die die Luftbelastung verringern sollen. Bereits am Neckartor werden diese Anlagen eingesetzt. Land und Stadt sind davon überzeugt, doch es gibt auch kritische Stimmen.

Stuttgart - An der Hohenheimer Straße werden jetzt 20 neue Filteranlagen der Ludwigsburger Firma Mann + Hummel aufgebaut. Stadteinwärts stehen die Anlagen schon, stadtauswärts sollen sie in den nächsten Tagen aufgestellt werden. Die sogenannten Feinstaubfresser saugen laut dem Hersteller Luft an und leiten sie durch einen Filter. Aktivkohle bindet dabei Stickstoffdioxid. Heraus komme Luft, die 80 Prozent weniger Gehalt an dem Stickstoffdioxid und Feinstaub aufweise. Stadt und Land erwarten an der Hohenheimer Straße insgesamt eine Reduktion von Stickstoffdioxid um zehn bis 30 Prozent. Die Belastung an der Hohenheimer Straße liegt beim 12-Monatsmittelwert mit momentan etwas weniger als 60 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft noch deutlich über dem Grenzwert von 40 Mikrogramm. Daher drohen schärfere Fahrverbote. 17 derartige Filteranlagen stehen bereits am Neckartor, zehn sind an der Pragstraße geplant.

Proteste der Anwohner

Gegen die Filteranlagen zum Stückpreis von 20 000 Euro gibt es Proteste der Anwohner. Sie bemängeln, dass dafür die Gehwege zugebaut würden, und befürchten durch die Ansauggeräusche eine höhere Lärmbelästigung, die über den in Wohngebieten zulässigen Werten liege. Die Stad weist dies zurück, die Werte bewegten sich innerhalb der Richtwerte. Umweltschützer kritisieren, dass durch die Filter vielleicht die Belastung an den Messstellen zurückgehe, aber nicht großflächig für die Anwohner.

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