Die Höhle der Löwen punktet bei den Zuschauern mit guten Einschaltquoten. Foto: dpa/Caroline Seidel

Das Stuttgarter Startup Aervideo sichert sich in „Die Höhle der Löwen“ einen Deal. Ein Fäkalautomat floppt hingegen in der Vox-Sendung.

Stuttgart - „Das war ein toller Auftritt“, attestiert Frank Thelen den Kandidaten des Stuttgarter Startups Aervideo. „Es ist wirklich ein cooles Produkt.“ Trotzdem bleibt der Investor kühl, als es darum geht, die Entwickler des AER, eines Wurfpfeils für Aufnahmen mit der Action-Kamera, finanziell zu unterstützen. Neben einhelligem Lob konnten Arne Kronmeyer, Levin Trautwein und Hedda Liebs bei ihrem am Mittwoch auf Vox ausgestrahlten Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ einen anderen Investor überzeugen: Nils Glagau entschloss sich, für 15 Prozent Geschäftsbeteiligung 150.000 Euro einzubringen. Er sei sich sicher, dass die fliegende Kamera nicht nur tolle Bilder mache, sondern auch eine Menge Spaß bringe, wenn man sie gemeinsam nutze, begründete er seine Entscheidung. Dagmar Wöhrl hatte sich an der interaktiven Komponente gestört. Sie mache Fotos lieber autark, ließ sie verlauten.

Fäkalautomat floppt

Leer gingen Ralf Winkelmann und Simon Freutel aus, die ihren Camping Butler, eine Maschine zur ekelfreien Entsorgung von Wohnmobilfäkalien demonstrierten und Marvin Kruse, der bereits zum dritten Mal scheiterte – diesmal mit der Idee eines weltweiten Bratwurstfranchise. Tröstlich für ihn: Die beiden bereits eröffneten Läden in Oldenburg und Bremen laufen.

Für Aervideo stand bereits vor der Sendung fest, dass es mit dem Unternehmen weitergehen soll. „Wir wollen uns als Marke für innovatives Kamerazubehör etablieren“, umreißt Levin Trautwein seine Zukunftsvision. Aktuell arbeitet man an einem Weg, auch Smartphones flugfähig zu machen. Angesichts der bisherigen Erfolge können die Stuttgarter Innovatoren gut verkraften, dass Carsten Maschmeyer den AER als „Produkt für Freaks“ abtut. Ob die Protect Pads, die ein Paar aus Luxemburg als Stoßdämpfer für den Staubsauger anbietet, um die Möbel zu schonen, viel massenkompatibler sind, muss Ralf Dümmel mit sich ausmachen, der den beiden einen Deal anbot und gleich auch noch die „Hallux-Socken von Sarita Bradley unter seine Fittiche nahm.

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